Landtagswahl 2008: Seehofer will 60 Prozent in Bayern erreichen

Landtagswahl 2008
Seehofer will 60 Prozent in Bayern erreichen

Bei der bayerischen Landtagswahl im kommenden Jahr will der für den CSU-Vorsitz kandidierende Bundesagrarminister Horst Seehofer ein 60-Prozent-Ergebnis für seine Partei erzielen. Dies peile er gemeinsam mit Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU) an, der Edmund Stoiber als Ministerpräsident folgen soll, sagte er.

HB MÜNCHEN. „Ich glaube, dass wir beide uns dem Wahlergebnis von 2003 nähern können“, sagte Seehofer der „Welt am Sonntag“. Die CSU dürfe dieses Ziel nicht von vornherein aufgeben. Zusammen mit Beckstein würde er „ein sehr tatkräftiges Team“ bilden, sagte Seehofer. Beckstein hat sich allerdings für Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber, den Konkurrenten Seehofers im Kampf um die CSU-Spitze, ausgesprochen.

Seehofer bezeichnete es als Fehler, dass die Partei Stoiber zum Rückzug von seinen Ämtern als Ministerpräsident und CSU-Chef gedrängt hat. „Aber es ist passiert, und jetzt müssen wir die überragende Kompetenz von Edmund Stoiber nutzen“, sagte Seehofer. Sollte er das parteiinterne Duell gegen Huber gewinnen, wolle er Stoiber einbinden. Dieser sei für viel Wähler eine wichtige Identifikationsfigur.

Der scheidende Amtsinhaber betonte indes seine Neutralität: „Ich werde ein fairer Schiedsrichter sein, und daran wird sich nichts ändern“, sagte Bayerns Ministerpräsident am Sonntag in München. Alle Bewerber um seine Nachfolge als Parteichef seien „hervorragend geeignet“. Daher seien Spekulationen falsch, er gebe Seehofer den Vorzug. „Alle Berichte, dass ich mich für den einen oder anderen aussprechen oder den einen oder anderen ablehnen würde, entbehren jeder Grundlage und sind falsch.“ Die Landesspitze der Jungen Union (JU) favorisiert Huber als neuen CSU-Vorsitzenden, wie eine interne Abstimmung ergab.

Seehofer äußerte Verständnis dafür, dass Berichte über sein Privatleben mit Eheproblemen daheim in Ingolstadt und einer Geliebten in Berlin in der Partei für Diskussionen sorgten. Aus persönlichen Begegnungen, Briefen oder Telefonaten ziehe er aber den Schluss, dass dies seine Chancen auf den CSU-Vorsitz nicht schmälere. „Es wird letztendlich nicht die entscheidende Rolle spielen.“

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%