Landtagswahl 2011
Mappus rechnet mit Sieg – FDP-Zukunft ungewiss

Die heftige Debatte um das Milliardenbahnprojekt Stuttgart 21 und der Zwist wegen des EnBW-Deals können Stefan Mappus nicht schrecken. Der baden-württembergische CDU-Vorsitzende und Ministerpräsident sieht gute Chancen, weiter Regierungschef bleiben zu können. Ungewiss ist jedoch, ob es wieder für eine schwarz-gelbe Koalition reicht.
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DÜSSELDORF. Trotz heftigen politischen Gegenwinds in diesem Jahr rechnet der baden-württembergische CDU-Vorsitzende und Ministerpräsident Stefan Mappus nicht mit negativen Auswirkungen auf die Landtagswahl 2011. „Ich bin mir sicher, die Menschen mit guten Argumenten zu überzeugen, damit wir die erfolgreiche Regierungsarbeit in unserem Land fortsetzen können“, sagte Mappus Handelsblatt Online. Denn Baden-Württemberg sei ein Land mit „exzellenten“ Perspektiven für die Zukunft. „Wir sind eine der innovationsstärksten Regionen Europas, unsere Universitäten und Bildungseinrichtungen sind Spitze, die Wirtschaft brummt nirgends so wie im Südwesten“, betonte Mappus.

Ungeachtet der heftigen Debatte um das Milliardenbahnprojekt Stuttgart 21 und der Diskussion um den umstrittenen EnBW-Deal freue er sich nach dem Jahreswechsel auf die dann anstehenden Wochen bis zur Landtagswahl am 27. März freue. „Denn ich gehöre zu den Politikern, denen Wahlkampf Spaß macht, weil ich den direkten Kontakt und die vielen Begegnungen mit den Bürgerinnen und Bürgern quer über das Land mag“, sagte der CDU-Politiker.

Jüngste Umfragen stützen den Optimismus von Mappus. Stärkste Partei in Baden-Württemberg bleibt nach einer Erhebung des Magazins „Focus“ die CDU des Ministerpräsidenten mit 41 (2006: 44,2) Prozent. An die zweite Stelle rücken die Grünen, die den Widerstand gegen das Verkehrsprojekt Stuttgart 21 mit organisieren, mit einem Sprung auf 29 (11,7) Prozent. Die SPD sackt auf 19 von 25,2 Prozent ab.

Fraglich ist allerdings, ob Mappus seine Koalition mit der FDP fortsetzen kann. Denn den mit einer Führungskrise kämpfenden Liberalen droht nicht nur in Baden Württemberg, sondern auch in Rheinland-Pfalz der Absturz unter die Fünf-Prozent-Hürde. Derzeit kämen die Liberalen in den als FDP-Hochburgen geltenden Ländern nur auf vier Prozent, ergaben die „Focus“-Umfragen. In Baden-Württemberg hatten die Liberalen 2006 noch 10,7 Prozent der Stimmen geholt, in Rheinland-Pfalz 8,0 Prozent.

In Rheinland-Pfalz liegt die regierende SPD von Ministerpräsident Kurt Beck mit 39 (45,6) Prozent nur noch knapp vor der oppositionellen CDU mit 37 (32,8) Prozent. Auch hier können die Grünen ihr Ergebnis mit elf (4,6 Prozent) mehr als verdoppeln. Die Linkspartei verpasst in beiden Ländern den Umfragen zufolge mit vier Prozent den Einzug in die Landtage.

Für die Erhebungen befragte TNS Emnid zwischen dem 7. und 15. Dezember jeweils 1001 repräsentativ ausgewählte Personen.

Kommentare zu " Landtagswahl 2011: Mappus rechnet mit Sieg – FDP-Zukunft ungewiss"

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  • Es ist doch egal wen man wählt, es sind ALLE SCHROTT
    eine Schande für Deutschland das keine ehrlichen, ordentlichen Leute in die Politik wollen, nur Abzocker, Wortebrecher und Halunken haben wir, einer wie der Andere. Hoffe nur das die verlogenen und dummen Grünen nicht mitmischen.

    ich warte nur daruaf das eine Ära anbricht die aufräumt mit diesem Politgesocks was da so rum läuft in Deutschland und uns arm macht !!!!!

  • So oder so - das Volk bekommt immer die Politik (und die Politiker), die es verdient.

    Egal wer auch gewählt wird - für das Land sind ALLE Parteien suboptimal und deren Politiker denken ALLE in erster Linie an ihre eigenen Taschen. ich vermute, daß selbst bei einem Erdrutschsieg der Grünen S21 gebaut wird getreu dem Motto "Was schert mich mein Geschwätz von gestern" (der Grünen-Vorsitzende hat ja soetwas bereits angedeutet).

    Hätten wir ein stabiles Geldsystem mit der Unmöglichkeit immer weiterer Schuldenexzesse, so hätten wir auch nicht diesen immer größer werdenden politischen Wasserkopf - es gäbe dann nämlich nicht viel zu verteilen.

  • Also, wenn dieser Schaumschläger und Lügenbaron tatsächlich im Amt bestätigt wird, ist diese Wahl entweder manipuliert oder die Schwaben sind wirklich alle mit dem Klammersack eingepudert worden.

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