Landtagswahl Bayern
Fast die Hälfte der Wähler unentschlossen

Die CSU liegt in den aktuellen Umfragen zur Landtagswahl in Bayern bei 48 Prozent – und damit weit vor anderen Parteien. Doch ein fast genauso großer Teil der bayrischen Bevölkerung weiß noch nicht, wen sie wählen wird.
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Gut eine Woche vor der Landtagswahl ist fast die Hälfte der bayerischen Wähler noch unentschlossen. Laut ZDF-„Politbarometer“ vom Freitag könnte die CSU derzeit mit 48 Prozent der Stimmen rechnen – und wäre damit deutlich stärker als die vier anderen im Landtag vertretenen Parteien zusammen. SPD, Grüne, Freie Wähler und FDP kämen gemeinsam auf 42 Prozent.

Doch es gibt einen großen Unsicherheitsfaktor: 46 Prozent waren sich noch nicht sicher, ob oder wen sie wählen wollen. Die Forschungsgruppe Wahlen befragte bis Donnerstag 1010 bayerische Bürger. Die SPD erreicht in der Forschungsgruppe-Umfrage 20 Prozent, die Grünen landen bei 10 und die Freien Wähler bei 8 Prozent.

Die FDP würde mit 4 Prozent den Wiedereinzug in den Landtag verpassen.

In einer am Donnerstagabend vom Bayerischen Fernsehen veröffentlichten Infratest-dimap-Umfrage war die CSU auf 47 Prozent gekommen, die FDP nur auf 3. Die SPD erreichte dort 21 Prozent, die Grünen kamen auf 11 und die Freien Wähler auf 7 Prozent.

Bei den Landtagswahlen der vergangenen Jahre in anderen Bundesländern - zuletzt in Niedersachsen - gab es am Wahltag regelmäßig Überraschungen. Grund waren die vielen Bürger, die sich erst kurzfristig entschieden.

Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) liegt laut ZDF-Umfrage auch persönlich mit 59 Prozent weit vor seinem SPD-Herausforderer Christian Ude mit 31 Prozent.

Die Unterstützung in den eigenen Reihen ist für Seehofer (CSU-Anhänger: 90 Prozent) wesentlich größer aus als für Ude (SPD-Anhänger: 72 Prozent).

Kommentare zu " Landtagswahl Bayern: Fast die Hälfte der Wähler unentschlossen"

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  • @ george.orwell,
    dann wählt man bei einer Landtagswahl eben die CSU und bei der Bundestagswahl eine andere Partei.
    Das Problem dürfte nicht eine "Wählerunentschlossenheit" sein, sondern die Tatsache nur "Räuber" oder "Dieb" wählen zu können, oder eben eine Alternative zu den bisherigen "Volksparteien" - die nur noch Splittergruppen sind, gemessen an den bisherigen, effektiven Wählerstimmen.

  • Schwesterpartei CSU / CDU
    Das wird den Deutschen seit über einem halben Jahrhundert vorgegaukelt,eine Bevorzugung der CSU ohne jede Rechtsgrundlage, das die Deutschen
    sich diese Verarschung bieten lassen. Auf welcher Rechtsgrundlage darf CSU nur in einem Bundesland vertreten sein? Dann kann sich jede andere
    Partei auch das Bundesland aussuchen in dem sie die meisten Anhänger hat!
    Das Deutsche Parteiengesetz schreibt ganz klar vor, das jede Partei in den Bundesländern und Landtagen vertreten sein muss (§1, Abs.2 PartG).
    Bevorzugung weil Bayern ein Freistaat ist,- oder – war immer so, - Sachsen und Thüringen haben auch den Status eines Freistaates, das kann es also nicht sein.
    Nur weil die CDU in Bayern nicht präsent ist? Kann sich die CSUnur auf Bayern konzentrieren? – Was ist das für ein Parteienfilz!
    Wie lange will man denn diese Illegalität noch dulden, - folglich Ist diese Bundesregierung illegal an der Regierung. Wieso machen andere Parteien dies eigentlich mit, sind diese Politiker zu dämlich, - oder zu feige dieser Verarschung ein Ende zu bereiten?

  • Das "Schlimme" ist, dass man ja mit der CSU in Bayern grundsätzlich zufrieden sein kann, nur eben nicht mit der CSU im Bund.

    Ich würde CSU wählen, wenn diese Partei nicht den EURO-Wahnsinn und den Weg in den nicht demokratischen, zentralisierten europäischen Superstaat mittragen würde, was nun aber auch für alle drei anderen Parteien gilt.

    Es bleiben also nur die Freien Wähler übrig.

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