Landtagswahl in Schleswig-Holstein
Machtkampf zwischen Albig und Stegner

Torsten Albig ist seit Sommer 2009 Oberbürgermeister von Kiel und will noch höher hinaus. Der langjährige Sprecher von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück möchte SPD-Spitzenkandidat bei der vorgezogenen Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2012 werden. Albigs Ankündigung löst einen Machtkampf an der Kieler Förde aus.
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DÜSSELDORF. Bis zur Ankündigung Albigs war Landeschef Ralf Stegner der logische Spitzenkandidat für den Ministerposten. Stegner galt in Schleswig-Holstein lange als Nachfolger von Heide Simonis - und musste sich dann 2005 mit dem Amt des Innenministers in einer Großen Koalition zufriedengeben, die die CDU im Sommer 2009 aufkündigte. Bei der folgenden Wahl kassierte Stegner das mit 25,4 Prozent schlechteste Ergebnis aller Zeiten ein.

Doch derzeit stehen die Chancen für einen erneuten Regierungswechsel nicht schlecht. Umfragen zufolgen liegen CDU und SPD gleichauf. Mit wem die SPD 2012 ins Rennen geht, wird voraussichtlich eine Mitgliederbefragung entscheiden.

Für Albig spricht, dass er weniger polarisiert als sein Widersacher. Mit ihm stünde der SPD das Tor für viele mögliche Koalitionen offen. Als Ministerpräsident könnte der 47-jährige Jurist ein neues SPD-Schwergewicht werden. Wohl kein anderer Landespolitiker kennt die Berliner Ränkespiele so gut wie Albig.

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