Landtagswahl: McAllister hat schon fast verloren

Landtagswahl
McAllister hat schon fast verloren

Geht man nach den Umfragen, kann CDU-Spitzenkandidat David McAllister die Wahl in Niedersachsen eigentlich nicht mehr gewinnen. Doch Politik funktioniert anders. Das macht die Wahl so spannend.
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Düsseldorf„Wir alle spüren: Der Wind hat sich gedreht! Am Sonntag wird die CDU der Sieger sein“, heizte David McAllister auf einer der letzten Wahlkampfveranstaltungen dem Publikum ein. „Geben Sie uns Ihre Erst- und Zweitstimme!“ Und schob hinterher: Die FDP würde das schon schaffen, mit der Fünf-Prozent-Hürde. Darüber mag man sich ein wenig wundern, denn um die FDP ist es – auch in Niedersachsen – alles andere als gut bestellt.

Doch wer sich die Umfragen anschaut, dem wird schnell klar, warum der CDU-Spitzenkandidat und Ministerpräsident von Niedersachsen noch nicht mal Stimmen an die FDP abgeben will: Sie kann nicht. Denn nach den letzten Hochrechnungen hat McAllister schon verloren.

Zwar wird die CDU laut Umfragen die stärkste Fraktion im Landtag werden und somit der Gewinner der Wahl. Auch liegt McAllister im direkten Vergleich mit seinem SPD-Konkurrenten Stephan Weil weit vorne, doch das wird McAllister aller Wahrscheinlichkeit auch nichts nutzen. Denn die absolute Mehrheit im Landtag liegt bei 68 Sitzen. Doch bei den jetzigen Voraussagen werden die immer nur SPD und Grüne holen.

Mehrere Szenarien sind möglich: Die FDP schafft den Sprung in den Landtag nicht, weil sie an der Fünf-Prozent-Marke scheitert. Dann hat McAllister keine Chance, für weiter fünf Jahre niedersächsischer Ministerpräsident zu werden. Es sei denn, die CDU würde die absolute Mehrheit alleine schaffen. Doch das ist mehr als unwahrscheinlich.

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Doch Politik ist keine Mathematik

Kommentare zu " Landtagswahl: McAllister hat schon fast verloren"

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  • @ Joh_Kroeger

    Zitat : extremistische Randerscheinungen

    Spielen sie bitte nicht den Ahnungslosen : sie haben sich schon richtig ausgedrückt hinsichtlich Kleinparteien : für sie sind diese doch alle extremistisch, wahrscheinlich auch "rechts" und faschistisch, oder links und "neokommunistisch"..?

    Warten sie mal die Wahlen ab, da kommt die Aufklärung !

  • @Vicario
    Ich wollte Sie nur darauf aufmerksam machen, dass der Herr zu Guttenberg daran gescheitert war, weil er ein paar Anführungszeichen und Quellenangaben vergessen hatte. Man muss doch von Fehlern anderer Leute lernen.

  • Das sagt wer? Ein(e) beleidigte(r) DIE LINKE-Wähler(in)? Nein, bitte mal lesen und verstehen! Ich bin ein Wechselwähler und ich habe bis auf die FDP und extremistische Randerscheinungen bereits alles mal gewählt, je nach persönlicher Lageeinschätzung und auch diesmal tendiere ich nicht zu der SPD. Aber mit Ihrem Kommentar liebe(r) "Kim_Bye" haben sie ja den Beweis meines Statements geliefert, danke schön ...!
    Ich gehen davon aus, dass dies ein Diskussionsforum und keine randpolitische Pöbelplattform ist.

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