Landtagswahl
Mehrheit der Deutschen gegen CSU-Alleinregierung in Bayern

Schlechte Nachrichten für Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein (CS): Die Mehrheit der Deutschen ist laut einer Umfrage gegen eine Neuauflage der Alleinregierung der Christsozialen in Bayern.

HB KÖLN. Vor die Wahl gestellt, ob die Christsozialen nach der Landtagswahl im September weiter alleine oder mit einem Koalitionspartner regieren sollen, entschieden sich nur 26 Prozent der Befragten für die Alleinregierung und 62 Prozent für eine Koalition, wie die ARD am Donnerstag mitteilte. Eine Regierung ohne CSU-Beteiligung stand in der Umfrage nicht zur Wahl.

Unter den Unionsanhängern war das Ergebnis deutschlandweit besser für die CSU: Hier wünschten sich 54 Prozent eine Alleinregierung der Christsozialen, während nur 36 Prozent für die Koalitionsvariante waren. Für die Erhebung befragte infratest dimap im Auftrag des ARD-Deutschland-Trends am 4. und 5. August insgesamt 1 001 wahlberechtigte Deutsche.

Tatsächlich hat die CSU rund zwei Monate vor der Landtagswahl in Bayern laut den jüngsten Umfragen gute Chancen, trotz deutlichen Stimmenverlusts erneut allein zu regieren. Derzeit erhielte sie 50 Prozent, alle anderen dann im Landtag vertretenen Parteien zusammen 42 Prozent, wie zuletzt das ZDF-„Politbarometer“ ergab.

Demnach würden die Freien Wähler mit 7 Prozent erstmals ins Parlament einziehen und die FDP mit 6 Prozent ins Parlament zurückkehren. Die SPD würde mit 20 Prozent bei ihrem alten Ergebnis verharren. Die Grünen könnten auf 9 Prozent zulegen. Die Linke würde mit 4 Prozent an der 5-Prozent-Hürde scheitern.

Allerdings sind noch 54 Prozent der Befragten unentschlossen, wen sie wählen sollen. Die Forschungsgruppe Wahlen betonte deshalb ausdrücklich, dass die Umfragewerte noch keine sichere Prognose für den Wahlausgang am 28. September erlauben.

Eine große Mehrheit – 60 Prozent – wünscht sich den Amtsinhaber Günther Beckstein (CSU) weiter als Ministerpräsidenten. Den zum zweiten Mal antretenden SPD-Herausforderer Franz Maget ziehen nur 19 Prozent vor. Allerdings sind beide vielen Wählern unbekannt.

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