Special

Landtagswahlen 2014

Brandenburgs CDU-Chef
Keine Koalition mit der AfD

Die Alternative für Deutschland (AfD) erhält einen Dämpfer im Vorfeld der Landtagswahlen in den neuen Bundesländern: Brandenburgs CDU-Parteichef Michael Schierack schloss eine Koalition mit der AfD kategorisch aus.
  • 3

PotsdamBrandenburgs CDU-Parteichef und Spitzenkandidat Michael Schierack hat der eurokritischen Alternative für Deutschland (AfD) für die Wahl am 14. September erstmals eine klare Absage erteilt. „Mit dieser Partei wird es keine Koalition nach der Landtagswahl geben, genauso wenig wie mit der Linkspartei oder der NPD“, sagte Schierack der Nachrichtenagentur dpa. „Was ich in den letzten Wochen landespolitisch von der AfD gehört habe, zum Beispiel zu ihrem Familienbild beim Stichwort Drei-Kind-Familie, passt überhaupt nicht zur Union.“ Seine Partei stehe für Eigenverantwortung und mache den Menschen keine Vorschriften.

Allerdings geben die Umfragen in Brandenburg derzeit ohnehin keine Mehrheit für CDU und AfD her. In Thüringen, wo ebenfalls am 14. September gewählt wird, hat CDU-Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht eine Koalition mit den Euroskeptikern ausgeschlossen - anders als ihr Kollege Stanislaw Tillich in Sachsen, wo bereits am 31. August gewählt wird.

Schierack legte sich für Brandenburg auf eine große Koalition mit der SPD als Wahlziel fest. Die Union wolle das Land voranbringen, erklärte er: „Dafür braucht Brandenburg eine stabile und solide Regierung. Die gibt es nur mit einer großen Koalition, und dafür braucht es eine starke CDU.“ Allerdings hatte sich der Ministerpräsident und SPD-Spitzenkandidat Dietmar Woidke unlängst klar zum bisherigen Regierungspartner Linkspartei bekannt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Brandenburgs CDU-Chef: Keine Koalition mit der AfD"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Die CDU ist eine kulturell-linke Partei

    Wer noch einen (weiteren) Beweis brauchte, dass die CDU keine auch nur ansatzweise konservative Partei ist, der hat ihn jetzt bekommen:

    [i]„Was ich in den letzten Wochen landespolitisch von der AfD gehört habe, zum Beispiel zu ihrem Familienbild beim Stichwort Drei-Kind-Familie, passt überhaupt nicht zur Union.“ Seine Partei stehe für Eigenverantwortung und mache den Menschen keine Vorschriften.[i]

    Mit dieser Aussage verrät die CDU ihre ganze Verachtung für die Familie. Eltern, die sich für die Gesellschaft einbringen und Kinder großziehen, sind für die CDU bestenfalls genau so förderbedürftig für die Gesellschaft wie ichzentrierte, das Ego und ihre Selbstwirklichung über alles setzende kinderlose Karrieristen. Gleichzeitig fördert die CDU unter Aufwendung von Milliarden Steuergeldern die Fremdbetreuung von Kleinstkindern und wagt es dann noch von Selbstbestimmung zu sprechen.

  • Das sehe ich auch so. Um der Demographie und der Zersetzung Deutschlands entgegenzuwirken, war es wohl nur eine Empfehlung oder ein Wunsch, da sonst bald wieder die Sozialsysteme durch die vielen Händeaufhalter zusammenbrechen. Und die CDU hat Angst und versucht nach wie vor, die AfD in die rechte Ecke zu drücken.

  • Warum sollte die Absage der CDU an die AfD ein Dämpfer sein? Ich möchte bezweifeln das es der AfD überhaupt gut tun würde mit der CDU zu koalieren!

    Und wenn ich dann das "„Was ich in den letzten Wochen landespolitisch von der AfD gehört habe, zum Beispiel zu ihrem Familienbild beim Stichwort Drei-Kind-Familie, passt überhaupt nicht zur Union.“ lese. Da wird so getan als ob die AfD einen Zwang für 3 Kinder pro Familie einführen will.
    Aber mit eins hat er wirklich Recht. Das passt wirklich nicht mehr zur CDU. Denn die normale Familie ist ja mittlerweile "out" in Deutschland. Vor allem die CDU biedert sich ja mittlerweile auch allen anderen Lebensmodellen an!
    Die AfD nimmt nur den Platz ein den früher noch die CDU innehatte!

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%