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Landtagswahlen 2014

Forsa Institut sieht AfD in Landesparlamenten

Premiere in Ostdeutschland? Die Alternative für Deutschland (AfD) ist einer Analyse zufolge in der Lage, in Brandenburg, Thüringen und Sachsen in Landesparlamente einzuziehen. Die Union verliert an Zustimmung. Stimmen.
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Ein Wahlplakat der Partei Alternative für Deutschland (AfD): Die Partei könnte in ostdeutsche Landesparlamente einziehen. Quelle: dpa

Ein Wahlplakat der Partei Alternative für Deutschland (AfD): Die Partei könnte in ostdeutsche Landesparlamente einziehen.

(Foto: dpa)

BerlinDie eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) hat nach Einschätzung des Forsa-Instituts gute Chancen, bei den Wahlen Ende August und Mitte September in die Landesparlamente von Sachsen, Thüringen und Brandenburg einzuziehen. „Dort gibt es ein rechtsradikales Wählerpotenzial, das auch für die AfD empfänglich ist“, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner dem Magazin „Stern“ laut Vorabbericht vom Mittwoch.

Auf Bundesebene verharrte die AfD in einer wöchentlichen Umfrage für den „Stern“ und den Sender RTL bei fünf Prozent. Die Union verlor einen Prozentpunkt und kam auf 42 Prozent. Die SPD blieb bei 24 Prozent, die Grünen gewannen einen Punkt auf zehn Prozent hinzu. Linke und FDP stagnierten bei neun beziehungsweise vier Prozent.

Für den aktuellen Wahltrend befragte Forsa 2500 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger zwischen dem 4. und 8. August. In Sachsen wird am 31. August ein neuer Landtag gewählt, in Thüringen und Brandenburg am 14. September.

  • rtr
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24 Kommentare zu "Forsa: Institut sieht AfD in Landesparlamenten"

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  • Der seit AfD-Gründung als neoliberal unsozial verfemte "Hamburger Appell" wurde Juni 2005 (8 Jahre vor Gründung der AfD) vor der Bundestagswahl veröffentlicht in einer Zeit anhaltender Wachstumsschwäche, wo ein breit angelegtes und sich selbst tragendes Wachstum in Deutschland am Ende nicht in Sicht war.
    https://www.wiso.uni-hamburg.de/fileadmin/wiso_vwl_iwk/paper/appell.pdf#page=1&zoom=auto,-34,152

    Der Appell wird eingeleitet durch die nach wie vor aktuell zutreffende Bemerkung:

    "Die wirtschaftliche Debatte in Deutschland wird verstärkt von Vorstellungen geprägt, die einen erschreckenden Mangel an ökonomischen Sachverstand erkennen lässt..."

    Diese Kritik "mangelnden ökonomischen Sachverstandes" wiederholt die AfD seit ihrer Gründung indirekt auch durch ihre harsche Kritik hinsichtlich der fortgeschrieben Steuer-Ungerechtigkeit:

    “Es ist unverständlich, warum Kanzlerin Merkel die Forderungen (nach Abschaffung der kalten Progression) aus der eigenen Partei abblockt, obwohl die deutschen Steuerquellen sprudeln”, erklärt Lucke als Bundessprecher der AfD:

    “Die kalte Progression ist eine ständige Steuererhöhung. Die CDU-MIT fordert zu Recht, mit der Einführung der Steuerbremse jetzt endlich Ernst zu machen.”

    Angemessen wäre eine grundlegende, aufkommensneutrale Steuerreform, die das Steuerrecht vereinfacht und heimliche Steuererhöhungen künftig nicht mehr zulässt.

    Frau Merkel hat dieses Steuermodell im Bundestagswahlkampf 2005 den Wählern versprochen. Daher ist es unverständlich, warum sie jetzt verbissen gegen die eigene Partei kämpft, um ihr früheres Wahlversprechen zu verhindern.”

    Quelle: " AfD-Pressemitteilungen"
    ---

    Wie kann man flächendeckend (!) unter Ausschaltung der Tarifautonomie einen derart lächerlichen Pipifax-Mindestlohn einführen, ohne zugleich die "kalte Progression" auch nur auf den Prüfstand stellen zu wollen???

    Fragt sich dazu selbst mein Laienverstand ...

  • Kurz nach Ihrer Gründung platzierte die Tagesschau die AfD in die Nähe des RECHTSEXTREMISMUS – OHNE den geringsten Beleg, jedoch mit anhaltend wirkmäßiger Nachhaltigkeit!

    Auf diesen Zug des Staatsfernsehens sprangen nicht nur Deutschlands Medien weitestgehend auf - egal, welcher Couleur. Diese von da ab fortgesetzte stereotype, staccatoartige "Profilbeschreibung" übt(e) in (psycho)logischer Konsequenz natürlich auch Faszination auf diejenigen Gruppierungen aus, auf die diese Beschreibungen de facto zutrifft.

    Ihren ausführlichen Lang-Bericht und Kommentar dazu leiteten die DWN am 16.03.2013 folgendermaßen ein:

    "Auf der Website der „Tagesschau“ (Anm. nicht mehr abrufbar!) wird die neue Partei „Alternative für Deutschland“ in die Nähe der rechtsextremen Szene gerückt. Der Beitrag ist ein Schurkenstück.
    Wenn solche Denunziationen zur Norm werden, ist die deutsche Demokratie wirklich am Ende...

    Die neue Partei ist die erste euroskeptische Gruppe, die in Deutschland mediale Aufmerksamkeit erreicht.
    Dies liegt weniger daran, dass sie von Stars geführt wird, sondern daran, dass die Betreiber ehrlich bis an die Grenze der Naivität sind. Sie sorgen sich wegen der europäischen Schuldenkrise um Deutschland.

    Ihr ökonomischer Hausverstand sagt ihnen, dass das Konstrukt einer gemeinsamen Währung für unterschiedliche Volkswirtschaften nicht funktionieren kann...
    Keiner dieser Leute ist auch nur im Ansatz rechtsextrem. Ihr Programm ist...„absolut verfassungskonform“. Es findet sich darin kein Hauch von Ausländer- oder Fremdenfeindlichkeit.
    Sie passen allerdings nicht in das Schema der herrschenden Eliten... Deshalb greifen die GEZ-finanzierten Polit-Kommissare zur stärksten aller Keulen: Der mörderischen Verdächtigung des Rechtsextremismus mit außergewöhnlich perfiden Mitteln:"

    Weiterlesen lohnt sich:

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/03/16/tagesschau-diffamiert-anti-euro-partei-afd-als-rechtsextremisten/

    Weiterdenken lohnt sich auch!

  • Das Wahlprogramm der AFD ist für mich in keinster Weise "rechtsradikal" .
    Was Wähler wählen, und aus welchem Grunde liegt beim Wähler.
    Möglicherweise wählen Rechtsradikale die Partei,weil sie in ihrem Programm den Punkt: Qualifizierte Einwanderung steht.
    Dies praktizieren Staaten wie die USA..Australien..Neuseeland..Kanada.

    ...ich denke nicht, das diese Staaten rechtsradikale Regierungen haben.

  • Weil die AfD bestimmte Themenfelder (Asylmissbrauch, Kriminalität usw.) besetzt, die sicher auch für Wähler von NPD und Co. wichtig sind. Und? Darf man deswegen keine Probleme ansprechen nur weil man vielleicht Applaus von der falschen Ecke bekommt? Das ist doch wirklich schwachsinnig!

    Wenn die NPD-Anhänger den Sommer und die Sonne mögen, bin ich dann grundsätzlich dazu verpflichtet, das Gegenteil also den Winter und den Schnee zu mögen? DAS ist es doch was man damit suggerieren will!

    Wenn man sich die nackten Zahlen anschaut dann muss man erkennen das die NPD vor 10 Jahren knapp über 9% bekommen hatte aber bei der letzten Wahl nur noch knapp über 5%. In allen Umfragen liegt sie aktuell nur bei 3% und wird die 5%-Hürde höchstwahrscheinlich nicht knacken. Man kann schon davon ausgehen das dies das Stammpotenzial der NPD ist und der Rest immer reine Protestwähler waren. Wenn diese jetzt zur AfD wechseln dann ist das doch gut so, oder?!

  • Zitat: „Dort (in Sachsen, Brandenburg und Thüringen) gibt es ein rechtsradikales Wählerpotenzial, das auch für die AfD empfänglich ist“

    Ob sich die Demokraten unter den AfD-Wählern fragen, warum die Partei ihrer Gunst auch für Rechtsradikale wählbar ist?

  • Bei soviel Linksradikalismus, von Schwarz über Rot zu Grün, in der deutschen Bundes-Landesregierung....fehlt es einfach an einer Gegenposition.

  • @Herr Fred Meisenkaiser:

    Da haben sie recht. Es wurde für den Erhalt des völlig unsinnigen Flughafens in Zweibrücken protestiert und dabei war ein einziges AfD Plakat.

    Aber ich glaube nicht, dass es offizielle Parteilinie ist den Provinzflughafenunsinn zu fördern und zweifele daran, dass Lucke davon wusste.

  • Ich finde die Wahlwerbung von IFO für die AFD gut.

    IFO demaskiert sich selber mit dem Hinweis auf Rechtsradikalismus als Verteidiger ihrer Pfründe.

    Aber das zieht nicht mehr, denn selbst unsere Regierung unterstützt Rechtsradikale Parteien in der Ukraine. Da schauen sie weg, wenn "Big Brother" das anordnet.

  • "„Dort gibt es ein rechtsradikales Wählerpotenzial, das auch für die AfD empfänglich ist“,

    wahnsinn, nur der Satz schon...
    Ich wünsche d. AFD viel Glück schon wg. der Aussage.

  • "Die AfD nimmt sich derzeit jedes mehrheitsfähigen Themas an. Alles was Stimmen bringt, wird unterstützt."

    Ob die Ablehnung eines Mindestlohns mehrheitsfähig ist, möchte ich stark bezweifeln! Aber grundsätzlich ist es kein Verbrechen mehrheitsfähige Themen/Positionen zu besetzen.

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