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Landtagswahlen 2014

Nach Äußerungen über Behinderte
TU Dresden droht AfD-Politiker mit Konsequenzen

Seine abfälligen Äußerungen über Behinderte könnten für den Vize der Sachsen-AfD berufliche Konsequenzen haben. Der Arbeitgeber von Thomas Hartung hat von ihm bereits eine Stellungnahme gefordert.
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BerlinDer stellvertretende Vorsitzende des sächsischen Landesverbands der Alternative für Deutschland (AfD), Thomas Hartung, gerät wegen seiner Äußerungen über Behinderte mit Down-Syndrom (Trisomie 21) unter Druck. Nach dem die Parteispitze ihn bereits aufgefordert hatte, die Debatte darüber zu beenden, ob ein Menschen mit Dow-Syndrom Lehrer werden kann, hat sich nun Hartungs Arbeitgeber, die Technische Universität Dresden, eingeschaltet.

„Die TU Dresden distanziert sich in aller Deutlichkeit von Inhalt und Form der Äußerungen seitens Herrn Dr. Thomas Hartung. Sie stehen in krassem Gegensatz zu den Werten, für die die Universität eintritt und nach denen sie handelt“, heißt es in einer Mitteilung des Rektors der Uni, Hans Müller-Steinhagen. „Herr Dr. Hartung wurde bereits zu einer Stellungnahme aufgefordert, eine Prüfung der Konsequenzen ist eingeleitet.“

Hartung ist Diplompädagoge. Neben seiner politischen Tätigkeit arbeitet er seit 2002 als Freier Dozent für Journalismus und Medienproduktion an der TU Dresden und, wie es in seinem Uni-Profil heißt, einem Dutzend weiterer Hochschulen, darunter in Berlin, Hessen und Rheinland-Pfalz.

Hartung hatte in ungewöhnlich hartem Ton einem Behinderten mit Down-Syndrom die Befähigung abgesprochen, als Lehrer zu unterrichten. Er nahm dabei Bezug auf den Spanier Pablo Pineda. Dieser hat das Down-Syndrom, schaffte dennoch seinen Hochschulabschluss ist Schauspieler und seit 2009 Lehrer.

Hartung kandidiert für die AfD auf Listenplatz 2 für die Landtagswahl in Sachsen am 31. August. Nach einer vor kurzem veröffentlichten Forsa-Umfrage könnte die Partei ein Ergebnis von 8 Prozent einfahren. Hartung wäre damit mit der AfD sicher im nächsten Landtag vertreten.

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TU Dresden droht AfD-Politiker mit Konsequenzen

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Warnung an „Bildungsverschlimmbesserer“

Kommentare zu " Nach Äußerungen über Behinderte: TU Dresden droht AfD-Politiker mit Konsequenzen"

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  • Ich kann ehrlich gesagt nicht einschätzen, ob und wie sich ein Down-Syndrom auf die Befähigung zum Lehrerberuf auswirkt. Das Wohl und die Bildung der Kinder sollten aber in jedem Fall Priorität haben - wenn das der Fall ist, hätte ich nix dagegen.

  • Als AfD-Mitglied von Anfang an bin ich davon überzeugt, dass "98%" der vernunftbegabten AfD-Mitglieder der Auffassung von Frauke Petry sind, dass wir dringend eine

    "bedarfsgerechte schulische und berufliche Förderung" brauchen, die "selbstverständlich" auch Menschen mit Behinderung einschließen.

    Als Diplompädagogin und aus Sicht meiner eigenen schulpsychologischen Arbeit kann ich Frau Petrys Plädoyer für die Integration Behinderter in unsere "Schneller-weiter-höher-Gesellschaft" 100%ig unterstützen, wenn sie u.a. auch diesen hochwichtigen Aspekt betont:

    "Meine persönlichen Erfahrungen aus der Arbeit mit behinderten Menschen haben mir gezeigt, dass ihre empathischen Fähigkeiten in unserer Gesellschaft dringend nötig sind“

    Auf die verbliebenen "2%" der Mitglieder mit solch unsäglich menschenverachtender Denke, wie sie dieser Kollege mit einer selbstverständlichen Dreistigkeit in die Welt postet, sollte die AfD leichten Herzens verzichten können.

    Zwecks Schadensbegrenzung für die gesamte Partei erwarte ich mindestens parteipolitische Konsequenzen bezüglich der Kandidatur dieses völlig ungeeigneten Kandidaten!

    Frau Petry ziehen Sie um der Glaubwürdigkeit willen die Reißleine!!!!

  • @Adelheid: ... sorry, das muss selbstverständlich diskreditieren heißen .... so ist es, wenn man mit Wortvorhersage tippt.

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