Zum Landtagswahlen 2016 Special von Handelsblatt Online

CDU bei den Landtagswahlen
Ein rabenschwarzer Tag

Die CDU musste bei den Landtagswahlen herbe Verluste hinnehmen, in Baden-Württemberg holte sie gar das schlechteste Ergebnis seit 1952. Jetzt muss Angela Merkel mit Kritik aus der CDU-Führung rechnen.

BerlinWenige Tage vor dem Super-Wahlsonntag redete so mancher in der Partei bereits vom „schwärzesten Tag der CDU“, der da drohte. Und in der Tat: Am Wahlabend erlebte die CDU in Baden-Württemberg mit nur 27 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis seit 1952.

Auch in Rheinland-Pfalz schnitt sie mit 31,8 Prozent historisch schlecht ab und landete hinter der SPD. Und in Sachsen-Anhalt musste Ministerpräsident Reiner Haseloff erleben, wie seine CDU zwar stärkste Kraft bleibt, aber mit nur noch 29,8 Prozent eine stabile Regierung suchen muss. Vor allem aber: Überall gibt es mit der AfD eine Partei rechts von der CDU.

An diesem Montag wird das Parteipräsidium um 9 Uhr in Berlin tagen. Da dürfte es auch für Kanzlerin Angela Merkel unangenehm werden. Haseloff stimmte bereits am Wahlabend darauf ein, was an diesem Montag ab 9 Uhr im Präsidium der CDU und danach im Bundesvorstand passieren wird.

Schließlich drehte sich in den Wahlkämpfen alles um die die Flüchtlingskrise und den Kurs von Kanzlerin Angela Merkel ­– weshalb die CDU Monat für Monat in den Umfragen verlor. „Das Thema lässt sich bundespolitisch nicht mehr ausblenden“, erklärte Haseloff, der selbst Mitglied des Parteipräsidiums ist. „Es ist ein bundespolitisches Thema, dass Morgen weiter diskutiert wird“, kündigte er an. Seine CDU im Land jedenfalls habe mehr Stimmen als vor fünf Jahren erhalten. das zeige, dass seine Partei „in Sachsen-Anhalt nichts falsch gemacht“ habe.

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