Zum Landtagswahlen 2016 Special von Handelsblatt Online

Mecklenburg-Vorpommern
AfD-Wahlkämpfer im rechten Zwielicht

Die Nordost-AfD drängt in den Schweriner Landtag. Mit Kandidaten aus dem „wirklichen Leben“, wie Spitzenkandidat Holm betont. Tatsächlich tummeln sich bei ihr etliche Problem-Mitglieder. Das alarmiert die Konkurrenz.
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BerlinWenn man Leif-Erik Holm auf sein Team für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern anspricht, dann kommt der AfD-Spitzenkandidat ins Schwärmen. Auf die Frage, ob denn wirklich alle Kandidaten seiner Partei für ein Mandat geeignet seien, antwortet er im Handelsblatt-Interview ohne großes Zögern: „Ja, mit Sicherheit. Unser Vorteil ist, dass wir Menschen in die Parlamente bringen, die aus dem wirklichen Leben kommen.“ Die Kandidaten kämen aus allen gesellschaftlichen Schichten. „Diese Mischung kann dem Politikbetrieb nur gut tun“, ist Holm überzeugt.

Bei genauerem Hinsehen gewinnt man jedoch einen anderen Eindruck. Denn nicht wenige AfD-Kandidaten haben kein Problem damit, mit der NPD gemeinsame Sache zu machen. Neuerdings haben sie dafür sogar den Segen der Bundespartei, nachdem Co-Parteichef Jörg Meuthen eine strikte Abgrenzung seiner Partei von der rechtsextremen NPD in Mecklenburg-Vorpommerns Landtag für nicht erforderlich erklärt hat.

Nach heftiger Kritik, versuchte Meuthen seine Position zu relativieren. Allerdings gelingt ihm das nur ansatzweise. Im Interview mit dem Deutschlandfunk sagte er mit Blick auf die NPD: „Das ist keine vernünftige Partei, das sind Extremisten und da wird nichts Vernünftiges kommen. Aber wenn etwas – das war mein Punkt, und an dem halte ich fest –, wenn etwas Vernünftiges kommt, dann kann man es nicht nur deswegen ablehnen, weil es von diesen Leuten kommt.“

Die Sympathie für rechte Gruppierungen geht inzwischen allerdings sogar über die rechtsextreme NPD hinaus. So fühlt sich mancher AfD-Politiker auch der vom Bundesverfassungsschutz unter Beobachtung gestellten rechten „Identitären Bewegung“ und „Öko-Nazis“ – sogenannten völkischen Siedlern – zugeneigt.

Die etablierten Parteien sehen sich angesichts dieser Entwicklungen in ihren Befürchtungen bestätigt. Und sie sind besorgt, zumal die AfD in Umfragen bereits die CDU überholt hat und sogar das Potential haben könnte, stärkste Partei in dem Bundesland zu werden. „Rechtspopulisten und Rechtsextremisten gehen politisch Hand in Hand. Das ist keine Überraschung. Die Gefahr kommt in Deutschland wie immer von rechts“, sagte der SPD-Bundesvize Ralf Stegner dem Handelsblatt. „Vielleicht kapieren irgendwann auch die Konservativen, dass wir den Kampf gegen die Demokratiefeinde mit Entschiedenheit führen müssen, anstatt wie die CSU immer wieder deren Parolen nachzuplappern.“

Nach dem NPD-Vorstoß des AfD-Chefs scheint sich in dieser Hinsicht aber eine neue Sicht der Christsozialen auf die AfD anzudeuten. „Äußerungen einzelner Parteifunktionäre legen in der Tat nahe, dass diese verfassungswidrige Tendenzen zeigen“, sagte der innenpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Stephan Mayer (CSU), dem Handelsblatt.

„Ich bin aber nach wie vor der Meinung, dass eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz zum gegenwärtigen Zeitpunkt kontraproduktiv wäre. Die AfD könnte ein Märtyrer-Image bekommen, das ihr bei Wahlen eventuell zum Vorteil gereicht“, fügte Mayer hinzu.  Allerdings könne sich die Einschätzung zukünftig „natürlich ändern“. Daher bleibe die weitere Entwicklung der AfD abzuwarten.

In Mecklenburg-Vorpommern lässt sich anhand einiger Landtagskandidaten zeigen, in welche Richtung die AfD tendieren könnte. Vorausgesetzt diese Parteimitglieder schaffen den Einzug in den Schweriner Landtag.

Kommentare zu " Mecklenburg-Vorpommern: AfD-Wahlkämpfer im rechten Zwielicht"

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  • Ralph S.25.08.2016, 12:45 Uhr
     Stimmt nicht. Die einzige Spielregel die es gibt, sind keine Kinder. Ansonsten ist meine Herzdame (inzw. sogar Verlobte) absolut gleichberechtigt. Und wird nach der Uni als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten. Wenn ich mit spätestens Mitte 40 mit dem Börsenzeugs aufhöre, und als GT3 -Fahrer im selbst finanzierten Team in der VLN mit einem R8 LMSultra teilnehme.


    Hahahahahahahahahahahahahaha Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

  • Ralph S.17.08.2016, 15:55 Uhr
     Bin nur 2x im Jahr in der Domstadt. Im Frühjahr zur FIBO, da der Kolibri als Sportwissenschaftlerin nach dem Uniabschluss als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten wird, und wir uns dort weitergehende Expertise holen. Und im Sommer zu den Kölner Lichter wegen des geilen Feuerwerks am Rhein. Außerdem hatte ich mal dort eine City-Immobilie im Townhaus-Stil, die ich aber dieses Jahr verkauft habe.


    HAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHA Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

  • Das Allergeilste und Interessanteste ist jeweils der letzte Absatz der beiden Kommentare von Ralph S.

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