Landtagswahlen
Höhere Wahlbeteiligung am „Super Sunday“

Deutlich mehr Wähler als bei den letzten Landtagswahlen haben ihre Stimme in Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz abgegeben. Der Wahlausgang ist weiter offen.

Bei den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und in Sachsen-Anhalt haben bis zum Sonntagmittag deutlich mehr Menschen ihre Stimme abgegeben als vor fünf Jahren. In Rheinland-Pfalz lag die Wahlbeteiligung um 12.00 Uhr - einschließlich der Briefwähler - bei 44 Prozent und damit 13 Prozentpunkte über dem Wert der vorangegangenen Landtagswahl im März 2011, wie ein Sprecher des Landeswahlleiters der Nachrichtenagentur AFP sagte. Zwar sind die Zwischenstände bei der Wahlbeteiligung nach Einschätzung von Wahlforschern nur erste Anhaltspunkte und sagen noch nichts genaues über die endgültige Wahlbeteiligung aus. Der Trend setzte sich jedoch auch im Tagesverlauf fort.

Die höchste Wahlbeteiligung unter den drei Bundesländern verzeichnete um 14.00 Uhr Rheinland-Pfalz. Dort gaben bis dahin 56 Prozent der Wähler ihre Stimme ab; das waren 13 Prozentpunkte mehr als noch vor fünf Jahren. In Baden-Württemberg wurde zum gleichen Zeitpunkt eine Wahlbeteiligung von 35,5 Prozent ermittelt - ein Plus von knapp fünf Prozentpunkten. Auch in Sachsen-Anhalt stieg die Beteiligung: von 28,5 Prozent im Jahr 2011 auf 35,4 Prozent.

In Rheinland-Pfalz droht der amtierenden rot-grünen Koalition der Verlust ihrer Mehrheit. SPD und CDU lieferten sich dort zuletzt ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Möglich wäre am Ende eine große Koalition. Bei der letzten Umfrage vom Freitag lag die SPD mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer erstmals knapp vorn.

Ob die CDU auch als möglicher Juniorpartner bereit stünde, ließ Spitzenkandidatin Julia Klöckner bisher offen. Sollte die FDP wieder in den Landtag einziehen, wäre auch eine Ampel-Koalition oder ein Jamaika-Bündnis denkbar.

In Baden-Württemberg könnten die Grünen unter Ministerpräsident Winfried Kretschmann erstmals in einem Bundesland stärkste Kraft werden und die CDU auf den zweiten Platz verdrängen. Die Grünen hoffen, ihre Koalition mit der SPD fortsetzen zu können. Ob es reicht, ist aber unklar, denn der SPD drohen herbe Verluste.

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