Landwirte sollen Garantie erhalten
Arbeitslose müssen bei der Ernte helfen

Die Bundesagentur für Arbeit will den Anteil deutscher Erntehelfer in der Landwirtschaft deutlich steigern.

HB NÜRNBERG. Auf eine entsprechende Vermittlung der Jobsucher habe sich die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Vortag mit dem Deutschen Bauernverband verständigt, berichtete BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt am Donnerstag in Nürnberg. Dabei sollen allerdings nur wirklich geeignete Kräfte für die Spargel- und Erdbeerernte sowie die Weinlese vermittelt werden, betonte der BA-Manager.

Zudem sollen die Landwirte eine Garantie erhalten, dass ihnen bei einem krankheitsbedingten Ausfall einer Kraft unverzüglich eine Ersatzkraft bereitgestellt werde. Denkbar sei dabei, dass die Vermittlung der inländischen Erntehelfer so genannte Personal- Service-Agenturen (PSA) übernehmen. Damit ließe sich die Vermittlung der erforderten Kräfte womöglich unbürokratischer handhaben, sagte Alt.

Zwar sei es nicht das Ziel, alle ausländischen Erntehelfer zu ersetzen. „Wenn es uns aber gelänge, pro Jahr den Anteil der inländischen Kräfte um rund 15 Prozent zu erhöhen, wäre das schon ein guter Schritt nach vorn“, betonte Alt. Nach seinen Angaben sind derzeit rund 320 000 ausländische, vornehmlich polnische Saison- Arbeitskräfte in Deutschland beschäftigt. Die Arbeitserlaubnisse seien in der Regel auf sechs Wochen beschränkt.

Alt kündigte für die nächsten Wochen konkrete Konzepte und Vorschläge für die Arbeitsagenturen vor Ort an. Als Vorbild sollen dabei Erfahrungen der Arbeitsagenturen in Thüringen und Sachsen- Anhalt dienen. Dort sei in den vergangenen Jahren der Anteil der ausländischen Anteil auf 50 Prozent verringert worden. Insgesamt seien dort inzwischen pro Saison rund 1 000 inländische Arbeitslose im Einsatz. Im Vergleich zur Gesamtzahl der Saisonarbeiter in Deutschland sei dies allerdings wenig, räumte Alt ein.

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