Landwirtschaft
Schwarz-Gelb-Bauern-Koalition fordert Ende der Milchquote

Mit der Milchquote begrenzt die EU bisher die Produktion des Lebensmittels in den Mitgliedsstaaten: Bauern bekommen eine Produktionsmenge zugeteilt; stellen sie mehr her, müssen sie Strafe zahlen. Angesichts der gestiegenen Nachfrage werden jetzt massive Forderungen nach einer Abschaffung der Zwangskontingentierung laut.

HB DÜSSELDORF/BERLIN. „Die Europäische Union sollte möglichst schnell die Milchquote abschaffen“, sagte der nordrhein-westfälische Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg (CDU) dem Handelsblatt. Der Minister kritisierte die Milchquote als „ein anachronistisches und marktfremdes Instrument“.

Auch der landwirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion, Peter Bleser, setzt sich für ein Ende der Produktionsbeschränkungen ein. Sollte die Milchquote nicht vor März 2015 auslaufen, sollten die Bauern höhere Produktionsmengen zugeteilt bekommen. „Ziel muss es sein, die lukrativen Milchmärkte frühzeitig zu besetzen“, sagte Bleser.

FDP und Bauernverband forderten zunächst lediglich, die Zwangsbeschränkung der Milchbauern wie geplant in acht Jahren ersatzlos auslaufen zu lassen. Der Generalsekretär der Liberalen, Dirk Niebel, legte Agrarminister Horst Seehofer im „Tagesspiegel“ nahe, „jetzt endlich zu erreichen, dass die mittlerweile anachronistische Milchquote auch tatsächlich 2015 ausläuft.“ Der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, Helmut Born, meinte, die Bauern akzeptierten, dass die Milchquote der EU bis 2015 gelte. Die Landwirte wünschten sich aber ein „klares Signal der Politik, dass wir aus dieser Regelung aussteigen“.

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