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Langzeitarbeitslose: Hartz-IV-Sätze sollen um zehn Euro steigen

Der Hartz-IV-Regelsatz für Langzeitarbeitslose soll zum Jahr 2012 um zehn Euro steigen. Das geht aus Plänen des Bundesarbeitsministeriums hervor. Grund ist die Entwicklung von Preisen und Löhnen.

Die Hartz-IV-Sätze sollen Anfang 2012 um zehn Euro steigen. Quelle: dpa
Die Hartz-IV-Sätze sollen Anfang 2012 um zehn Euro steigen. Quelle: dpa

BerlinAus einem internen Schreiben des Bundesarbeitsministeriums, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt, geht die Erhöhung um zehn Euro zum kommenden Jahr hervor. Bisher liegt der Regelsatz für alleinstehende Hilfeempfänger bei 364 Euro. Die Anpassung wird berechnet nach der Entwicklung von Löhnen und Preisen.

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Ende Februar hatten sich Bundestag und Bundesrat nach monatelangem Tauziehen auf eine Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze um fünf auf 364 Euro rückwirkend zum 1. Januar geeinigt. Beschlossen wurde damals auch, dass der Satz Anfang 2012 um mindestens weitere drei Euro steigen soll - plus eines Aufschlags für die Preisentwicklung im Zeitraum Juli 2009 bis Juni 2010. Dies waren nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes 2,9 Prozent. Daraus errechnet sich für Ein-Personen- Haushalte der Vorlage zufolge eine Erhöhung von zusätzlich sieben Euro.

Ein Sprecher des Bundesarbeitsministeriums sagte dazu, die Abstimmung mit den anderen Ressorts über die Regelsatzerhöhung sei eingeleitet. Noch im September solle diese nach bisherigen Planungen dem Bundeskabinett zugeleitet werden. Die Anhebung um zehn Euro oder 2,74 Prozent war erwartet worden. Dabei ist allerdings die Preis- und Lohnentwicklung von 18 Monaten zugrunde gelegt. Auf ein Jahr umgerechnet ergibt sich damit eine Erhöhung von rund 1,8 Prozent.

Mit der geplanten Erhöhung sollen die Regelsätze für Paarhaushalte um jeweils neun auf 337 Euro steigen, für Kleinkinder in Hartz-IV- Familien bis fünf Jahre ist ein Plus von vier auf 219 Euro vorgesehen. Bei älteren Kindern bleiben die Regelsätze unverändert, da die Bundesregierung rechnerisch mögliche Erhöhungen mit einem Anfang 2011 unterbliebenen Abschlag verrechnet.

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