Laut DGB nutzten Parteien Proteste im Osten als Wahlkampf-Plattform
Der nächste Montag wird zur "Nagelprobe"

Die Montags-Demonstrationen in Brandenburg stehen nach Ansicht des Deutschen Gewerkschaftsbundes vor einer „Nagelprobe“. Nach der Landtagswahl am 19. September werde sich am nächsten Montag erweisen, ob sich sich die Protest verfestigt haben, sagte der DGB-Regionalvorsitzende Detlef Baer in Potsdam.

HB POTSDAM. Am Vorabend hatten nach Polizeiangaben in 23 brandenburgischen Städten mehr als 11 000 Menschen an Kundgebungen teilgenommen. Die Entwicklung der Demonstrationen sei schwer abzuschätzen, weil im Wahlkampf etliche Parteien und politische Gruppierungen darin ein mögliches Podium gesehen hätten, meinte Baer.

Zu den zentralen Veranstaltungen in Berlin, Leipzig und Magdeburg kamen nach Angaben der Veranstalter rund 20 000 Teilnehmer nach 30 000 in der Vorwoche. Vielfach wurde zur Teilnahme an der ersten zentralen Demonstration am 2. Oktober in Berlin aufgerufen. In Berlin wurde die Kundgebung unterbrochen, weil sich die Demonstranten nach eigenen Angaben von der starken Präsenz der Polizei provoziert fühlten.

In Berlin zogen die Demonstranten mit Trillerpfeifen durch die Stadt und trugen Spruchbänder mit Aufschriften wie „Hartz IV ist menschenverachtend“ oder „Gerechtigkeit durch Teilen“. Nachdem die Abschlusskundgebung in den Vorwochen jeweils vor der SPD-Parteizentrale stattfand, ging es diesmal vor die Zentrale der Bundesverbandes der Deutschen Industrie. Dabei kam es am Abend zu Unterbrechungen. Die Demonstranten warfen der Polizei eine unangemessene Präsenz vor und forderten deren Rückzug. Vor zwei Wochen hatten rechte Gruppen versucht, die Proteste zu stören.

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