HB BERLIN. Im Osten Deutschlands waren mit 195 000 sogar 25 000 mehr Arbeitsplätze unbesetzt als vor Jahresfrist. "Die ostdeutsche Wirtschaft ist weniger exportabhängig und daher von der Wirtschaftskrise auch weniger hart betroffen", sagte Anja Kettner von dem Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit (BA) zu der Umfrage unter 8000 Unternehmen.
In den kommenden zwölf Monaten dürfte das Stellenangebot weiter sinken: 16 Prozent aller Firmen erwarteten einen Rückgang der Beschäftigtenzahl, die Mehrheit will die Zahl der Mitarbeiter konstant halten. Immerhin 13 Prozent der Unternehmen planten aber Zuwächse. IAB-Expertin Kettner sieht darin gute Nachrichten: "Die Beschäftigungserwartungen sind in der Summe nicht so negativ, wie man es angesichts mancher Schlagzeilen vielleicht erwartet hätte."
Trotz der schweren Wirtschaftskrise ist die Arbeitslosigkeit bislang kaum gestiegen. Vor allem die Kurzarbeit hat Entlassungen verhindert. Doch das dürfte sich nach Einschätzung von Experten spätestens ab Herbst ändern.