Laut IG-Metall werden in diesem Jahr 30.000 Lehrstellen fehlen
Keine Besserung auf dem Lehrstellenmarkt in Sicht

Trotz des Ausbildungspaktes mit der Wirtschaft geht die IG Metall von keiner Besserung am Lehrstellenmarkt aus. Das Bundesinstitut für Berufsbildung schätzt, dass auch in diesem Herbst 30.000 bis 35.000 Jugendliche ohne Ausbildungsplatz bleiben werden.

HB BERLIN. In dem von Wirtschaftsminister Wolfgang Clement vermittelten Ausbildungspakt hatten sich die vier großen Wirtschaftsverbände gegenüber der Bundesregierung verpflichtet, jährlich 30.000 neue Ausbildungsplätze anzubieten. „Alle Prognosen deuten darauf hin, dass der Ausbildungspakt nicht den gewünschten und versprochenen Erfolg hat“, sagte der stellvertretende IG-Metall-Vorsitzende Berthold Huber am Dienstag im Bayerischen Rundfunk. „Wir haben zu befürchten, dass wieder 30.000 junge Leute eines Jahrgangs ohne Ausbildungsplatz bleiben. (...) Das Desaster wird immer größer.“

Die IG Metall hatte den Ausbildungspakt, der zunächst auf die Freiwilligkeit der Wirtschaft bei der Schaffung von Ausbildungsplätzen setzt, abgelehnt und die ursprünglich von der Regierung geplante gesetzliche Regelung zu dem Thema gefordert.

Auch nach Angaben des Bundesinstituts für Berufsbildung, das dem Bundesbildungsministerium untersteht, werden 2004 bis zu 35.000 Lehrstellen fehlen. „Wir erwarten, dass die Zahl der Jugendlichen, die nicht in eine Ausbildung vermittelt werden können, in diesem Jahr genauso hoch oder noch höher sein wird als 2003“, sagte der Generalsekretär des Instituts, Helmut Pütz, der „Berliner Zeitung“ (Dienstagausgabe).

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