Laut Institut der deutschen Wirtschaft kommen aber nur wenige Arbeitslose über Freibeträge
Deutsche wollen Vermögen beiseite schaffen

Wegen der drohenden Kürzungen beim Arbeitslosengeld II würde mehr als die Hälfte der Bundesbürger im Falle der Arbeitslosigkeit versuchen, ihr Vermögen beiseite zu schaffen.

HB KÖLN. Dies geht aus einer Umfrage des Bonner Europressedienstes im Auftrag des Magazins „Focus Money“ hervor. Doch nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) müssen nur wenige Arbeitslose wegen Hartz IV um Sparbuch, Lebensversicherung oder Eigenheim fürchten: Kaum ein Arbeitsloser hat so viel Vermögen, dass ihm dies auf das Arbeitslosengeld II angerechnet wird. Das gelte gerade für Ostdeutschland.

Von den zum Jahresbeginn 2003 gezählten 2,3 Millionen Arbeitslosenhaushalten hätten im Westen 70 Prozent und im Osten 80 Prozent nach Abzug von Schulden über ein Geldvermögen verfügt, erklärte das IW.

Allerdings seien diese nicht besonders hoch: Das Geldvermögen betrug im Westen durchschnittlich 20 000 Euro, im Osten 12 200 Euro. Nur 17 Prozent in Westdeutschland und 12 Prozent im Osten hatten mehr als 25 000 Euro auf der hohen Kante. Das IW hatte auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamtes die Vermögensverhältnisse von Arbeitslosen analysiert.

Knapp sechs Prozent der westdeutschen und gut ein Prozent der ostdeutschen Arbeitslosenhaushalte hätten ein Geldvermögen von mehr 100 000 Euro angegeben. „Damit besitzen nur wenige Arbeitslose so viel Geld, dass sie nicht mehr unter die Freibetragsregelung von Hartz IV fallen“, erklärte das IW.

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