Laut Institut für Demoskopie Allensbach
Allensbach gibt Rot-Grün keine Chance

Knapp acht Wochen vor der Neuwahl ist Rot-Grün nach Einschätzung des Instituts für Demoskopie Allensbach praktisch ohne Chance.

HB OLDENBURG/BERLIN. Es sei "kaum mehr möglich", dass die Regierung noch einmal bestätigt wird, sagte Institutsleiterin Renate Köcher der Oldenburger "Nordwest-Zeitung" (Mittwoch). "2002 lag die SPD wenige Wochen vor der Wahl nicht annähernd so weit hinter der Union zurück, wie es jetzt der Fall ist."

Nach Allensbach-Untersuchungen sind 53 Prozent "der Meinung, dass das Land auch einen Regierungswechsel braucht". Die große Koalition sei "nicht die Wunschkonstellation in der Bevölkerung", sagte Köcher. "Sie wird nur von einer Minderheit favorisiert und liegt auch klar hinter einer schwarz-gelben Koalition zurück."

Das sehen Bürger bei einer Forsa-Umfrage anders: Trotz des Vorsprungs für Schwarz-Gelb ist der Großteil der Befragten davon überzeugt, dass eine große Koalition von CDU/CSU und SPD die Probleme in Deutschland am besten lösen könnte. In der Umfrage für den "stern" erklärten dies 37 Prozent der Befragten, teilte das Blatt mit. 27 Prozent trauen dies einer Koalition aus Union und FDP zu. Nur 13 Prozent der Bürger glaubten, dass eine rot-grüne Koalition die Probleme am ehesten lösen könnte. Das Institut Forsa hat vom 18. bis 22. Juli nach eigenen Angaben 2504 Bundesbürger befragt.

Laut Forsa liegen Union und FDP liegen in der Wählergunst weiter vorn. Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, würden beide Parteien nach der am Mittwoch veröffentlichten Umfrage im Auftrag des Magazins "stern" und dem Sender RTL wie in der Vorwoche zusammen auf 51 Prozent der Stimmen kommen.

Mit 44 Prozent liegt die Union unverändert vorn, die FDP kann wie in der Vorwoche mit sieben Prozent der Stimmen rechnen. Keine Änderung gab es auch bei den übrigen Parteien. So würden sich für die SPD 27 Prozent der Bürger entscheiden, für die Grünen acht Prozent. Mit elf Prozent würde die Linkspartei weiter als drittstärkste Kraft ins Parlament einziehen. Auf die "sonstigen Parteien" entfallen in der Umfrage drei Prozent der Stimmen.

Anders sieht die Stimmenverteilung in der Handelsblatt-Prognosebörse "Wahlstreet" aus. Dort erhält die SPD rund 29, CDU rund 41 Prozent. Die anderen Parteien: Grüne 8,5; FDP 7,4 und Linkspartei 11,10 Prozent.

Ziel der »"Wahlstreet" ist eine möglichst genaue Prognose über den Ausgang der Bundestagswahl am 18. September.

Die Prognosefähigkeit der "Börse" ist hoch: Sie hat bei vergangenen Jahren oftmals das jeweilige Wahlergebnis sogar genauer vorhergesagt als die etablierten Meinungsforschungsinstitute.

Die aktuellen Kurse der "Wahlstreet"

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