Lauterbach lehnt "diese Form der Diskussion ab"
Reformgegner randalieren in Büros von Gesundheitsexperte

Gegner der geplanten Gesundheitsreform haben am Freitag in Büros des Regierungsberaters Karl Lauterbach in Köln randaliert. Es soll sich um Anhänger der Anti-Globalisierungsgruppe Attac gehandelt haben.

HB/dpa KÖLN/BONN. Wie Lauterbach mitteilte, warfen Attac-Mitglieder rote Farbbeutel in Büros des Instituts für Gesundheitsökonomie und verteilten Flugblätter. Von den Mitarbeitern sei niemand verletzt worden. Lauterbach ist Berater von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) und war Mitglied der Rürup-Kommission zur Reform der Sozialsysteme.

Beim Netzwerk Attac war zunächst keine Bestätigung zu erhalten. Vertreter der Deutschland-Zentrale sowie der Kölner Regionalgruppe sagten, sie hätten keinerlei Kenntnisse von einer solchen Aktion. „Randalierereien sind total untypisch für Attac“, sagte eine Sprecherin. In Berlin, wo Attac-Vertreter bereits gegen das rot-grüne Reformpaket 2010 mobil gemacht hatten, war keine Stellungnahmen zu erhalten. Die in dem Institut von den Randalierern verteilten Flugblätter gegen die Gesundheitsreform und „gegen den Sozialabbau“ sind unterschrieben mit „attac-Projektgruppe Agenda 2010“.

Lauterbach teilte mit, diese Form der Debatte sei strikt abzulehnen. Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) kritisierte die Aktion. Farbbeutel seien kein Mittel der politischen Auseinandersetzung, sagte ein Sprecher.

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