Lebenszeichen
FDP legt in Wählergunst zu

Es ist ein zarter Hoffnungsschimmer für die gebeutelten Liberalen: Zum ersten Mal seit Monaten können sie in Umfragen zulegen. Vater des Erfolgs ist nicht Parteichef Philipp Rösler, sondern dessen größter Konkurrent.
  • 20

HamburgZum ersten Mal seit fünf Monaten gewinnt die FDP wieder leicht an Zustimmung. Laut dem am Mittwoch veröffentlichten Forsa-Wahltrend des Magazins „Stern“ und des Fernsehsenders RTL kletterten die Liberalen im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf vier Prozent. Dies ist der beste Wert seit Anfang Oktober 2011.

Für die Union wollten erneut 36 Prozent der Wähler stimmen. Die SPD kam zum fünften Mal in Folge auf 26 Prozent. Die Grünen fielen um einen Punkt auf 14 Prozent. Unverändert neun Prozent der Stimmen errang die Linke. Die Piratenpartei stieg laut dem Wahltrend um einen Punkt auf sieben Prozent.

Forsa-Chef Manfred Güllner führt den Anstieg der FDP auf die Nominierung von Christian Lindner als Spitzenkandidat für die Wahl in Nordrhein-Westfalen zurück. Dem „Stern“ sagte er: „Während sich die FDP an der Saar zerfledderte, verschafft ihr der Lindner-Effekt bundesweit Auftrieb.“ Die Saarland-Wahl sei nichts als Stimmungstest für den Bund anzusehen.

Auch der neue Bundespräsident Joachim Gauck erfährt große Zustimmung. In einer Stern-Umfrage erklärten 68 Prozent der Bürger, sie seien mit ihm sehr zufrieden (21 Prozent) oder zufrieden (47 Prozent). Die Umfrage wurde am vergangenen Freitagabend nach Gaucks Antrittsrede durchgeführt. Mit Vorgänger Christian Wulff waren laut einer ähnlichen Umfrage drei Monate nach Amtsantritt Anfang September 2010 nur 41 Prozent der Bürger zufrieden.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Lebenszeichen: FDP legt in Wählergunst zu"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Westerwelle, Rösler, Lindner und Konsorten, voll der Krass. Da klatschen diesmal nicht nur die "bürgerlichen" DemokratINnen, nein zumindest auch die Lloyds der npd. Den Linken waren diese Neo-Konsorten schon immer ein Dorn im Auge.

    So gesehen sind die Politgrößen dabei, wenn auch nur diejenigen der fdp, einen Anfang bereits gemacht haben. Ich meine festzustellen, überflüssig zu sein. Frohe Ostern!

  • Erstens,unterstellen Sie mir mit dem Ausdruck "Gute Besserung" gefälligst nicht, mit mir wäre im Hinblick auf meine geistige Gesundheit etwas nicht in Ordnung. Frechheit! Zweitens, natürlich ist die SPD-Dame Kraft fiskalpolitisch und wirtschaftspolitisch in Verbindung mit den Grünen eine Katastrophe. Nur schließt das eine das andere eben nicht aus. Die Kombination SPD und ökototalitäre Grüne ist eine Katastrophe, und die Verbindung Union und markttotalitäre FDP ist eine Katastrophe. Auch ist das FDP Personal vielfach moralisch verrottet. Der gegenwärtige Generalsekretär
    ein Fahrerflüchtling, die Herrschaften Chatzimakis und Mehring Plagiateure und Lindner einer von der Sorte, der ständig selbstbewußt-wohlklingend das Maul aufreißt, in seiner konkreten Lebensvita aber mit ständig fehlgeschlagener Unternehmensführung und misgemanagten Generalsekretärsposten in der Substanz ein Loser und Blender ist. Die richtige Antwort für NRW ist eine große Koalition aus CDU und SPD. Die regieren pragmatisch, zielorientiert und ohne ökologische bzw. neoliberale Extreme.

  • ... ich denke, Sie verwechseln Liberalismus mit Anarchie wo jeder egoistisch und ohne Verantwortung für die Gesellschaft das macht, was ihm persönlich in den Kram passt. Es gibt nicht nur die eigene Freiheit, sondern auch die Freiheit der Angestellten oder der Nichtraucher ....
    (Der Wegfall des Ladenschlussgesetzes war eine völlige Schnappsidee und nützt nach meinem Dafürhalten nur den großen Einkaufszentren, die die kleinen Läden kaputt machen. Seitdem kaufe ich fast nur noch im www. Ich habe einfach keine Lust, mir die Öffnungszeiten von einigen hundert Geschäften zu merken, um nicht vor verschlossenen Türen zu stehen. Überhaupt auf die Idee zu kommen, dass die Leute in Summe mehr kaufen, wenn nur die Läden länger offen haben, ist schon absurd.)

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%