Lehre
Modell für Berufsausbildung der Zukunft steht

Nach rund einjährigen Beratungen steht das Konzept von Bundesregierung und Sozialpartnern für eine Neuordnung der beruflichen Bildung: Die Lehre soll im ersten Jahr für ähnliche Berufe zusammengefasst werden, die Spezialisierung danach stattfinden.

bag BERLIN. Darauf einigte sich nach Information des Handelsblattes der Innovationskreis Berufliche Bildung bei Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU). Seit knapp einem Jahr brüten in dem von der Ministern selbst geleiteten Gremium Sozialpartner und Politik über einer Reform der Berufsausbildung. Grundproblem ist die unflexible Zersplitterung in mittlerweile rund 250 Berufe und der künftige Rückgang der Zahl der Schulabgänger. Traditionell werden Ausbildungsordnungen von Sozialpartnern und Bundesregierung gemeinsam ausgearbeitet.

Das von den Wirtschaftsverbänden DIHK und ZdH vorgeschlagene Modell sieht im Kern vor, die drei bis dreieinhalbjährige Lehre zu erhalten. Sie soll jedoch in eine Phase der Grundausbildung und darauf aufbauende Module für Spezialkenntnisse geteilt werden, darunter eventuell auch unternehmensspezifische. Dies habe nicht nur die ausdrückliche Unterstützung Schavans sondern auch der Gewerkschaften, hieß es. Die Arbeitgeber wollten die Lehrzeit grundsätzlich auf zwei Jahre verkürzen und dann freiwillige Bausteine anhängen. Dafür gibt es aber keine nennenswerte Unterstützung. Das gilt ebenso für den Vorstoß der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände, Prüfungen teilweise in die Betriebe zu verlagern.

Unklar ist, wie das vom Ministerium angekündigte Programm für die rund 160 000 Altbewerber aussehen soll. Dieser Gruppe, von denen zwei Drittel sogar einen mittleren Schulabschluss haben, sollen ebenfalls „Bausteine“ angeboten werden, die später in zehn Berufen angerechnet werden könnten. Bisher hat das Ministerium jedoch noch keinen Plan vorgelegt, welche Berufe das sein sollen und wie genau das neue Angebot in den Regionen organisiert werden soll. Im Juli will der Innovationskreis seine Arbeit beenden und ein Gesamtkonzept vorlegen.

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