Lehren aus der Bundestagswahl
Union vertagt Entscheidungen bis nach Niedersachsen-Wahl

Bundeskanzlerin Merkel und CSU-Chef Seehofer wollen sich erst nach der Niedersachsen-Wahl mit dem schlechten Abschneiden bei der Bundestagswahl auseinandersetzen. Als erstes soll es um den grundsätzlichen Kurs gehen.
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Berlin/MünchenDie CDU-Vorsitzende Angela Merkel und CSU-Horst Seehofer wollen grundsätzliche Lehren aus der Bundestagswahl erst nach der Niedersachsen-Wahl ziehen. Die CDU wolle erst nach der Wahl am 15. Oktober in einer Klausurtagung „vertieft“ über die Gründe für das schlechte Abschneide der Union beraten, sagte Merkel am Montag nach den Sitzung von CDU-Präsidium und -Bundesvorstand in Berlin.

Als ersten Schritt müssten sich CDU und CSU auf einen gemeinsamen Kurs verständigen, den die CSU „Mitte-Rechts“ sehe, sagte Seehofer in München. Auch er deutete aber an, dass größere Entscheidungen nicht mehr vor dem 15. Oktober fallen sollten. „Ich nehme nicht an, dass jetzt tiefere Koalitionsverhandlungen vor der Niedersachsen-Wahl erfolgen“, sagte der bayerische Ministerpräsident nach der CSU-Vorstandssitzung. „Aber: Anschließend ist die bayerische Wahl. So wie wir Rücksicht nehmen auf Niedersachsen, wollen wir auch, dass dann die bayerischen Interessen in Berlin rücksichtsvoll behandelt werden.“ Das könnte bedeuten, dass die CSU harte Forderungen etwa in der Flüchtlingspolitik erst nach der vorgezogenen Neuwahl in Niedersachsen erheben wird.

Die CSU hat bereits seit längerem für den 17. und 18. November in Nürnberg einen Parteitag anberaumt. Nun brachte Seehofer einen zweiten Parteitag ins Spiel, der vor einer Regierungsbildung auf Bundesebene stehe. „Jetzt kommt diese Kursklärung mit der CDU, dann möglicherweise Sondierungsgespräche, dann Koalitionsverhandlungen - zwischendurch unser Parteitag. Ich hoffe, dass wir da einiges schon vorangebracht haben. Es wird auf jeden Fall am Schluss noch mal einen Parteitag geben“, sagte Seehofer. Am Ende von Verhandlungen stünden dann die Personalien und die Ressortverteilung.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Lehren aus der Bundestagswahl: Union vertagt Entscheidungen bis nach Niedersachsen-Wahl"

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  • Wenn die CDU in Niedersachsen die Wahl gewinnen will , muss sie es diesmal anders machen als Laschet . Der wurde nur gewählt, weil die Bürger von ROT/GRÜN in NRW die Nase voll hatten , aber Laschet nicht wirklich anerkennen.

    Einen wie Laschet der Angela Merkel die Füsse küsst , kann man so ein großes Land nicht anvertrauen und die FDP reicht nicht aus, um das zu Kompensieren.

    Daher müsste die Niedersachen CDU sagen , wir küssen auch Angela Merkel die
    Füsse , aber wir werden uns dazu nicht bücken.

    Aber Merkel und Seehofer wollen wieder taktieren und sollten schon heute beide Politische Rentner sein und unser Land aus ihren Fängen entlassen. Stattdessen
    holen sie sich Hilfe in Form der Grünen um unser Land das jetzt Gesellschaftlich am Boden liegt gemeinsam nach zutreten . Die Zeichen nicht erkannt, das wird alles sehr böse ausgehen.

    Weimar 2,0 Herzlich Unwillkommen.

  • Seehofer ist wieder gemerkelt worden.

    Normalerweise spricht man nach der Wahl über die Ergebnisse, Herausforderungen und Lösungen. Sinnvoll wäre es auch den Kurs zu bestimmen bevor man in Koaltitionsverhandlungen geht. In den Koalitionsverhandlungen werden auch die Inhalte für die kommenden Jahre bestimmt.

    Jetzt hat seine Herrin ihm beschieden, dass es nicht Zeit ist über die schlechten Wahlergebnisse und Handlungsmöglichkeiten zu sprechen. Damit wird Seehofer mit leeren Händen nach München geschickt.

    Ich denke Seehofer wird es in der CSU nicht leicht haben, bzw. ich wäre nicht erstaunt wenn es personelle Änderungen in der CSU geben wird.

  • Die CSU stellt sich hin und sagt: Wir haben verstanden ! Dieser alte Westerwelle Satz sagt nur aus . Wir haben vorher nicht hingehört! Wer in Bayern alte Städte wie z,B Passau bald aussehen lässt wie Beirut,Istanbul, Teheran etc. also wie alle Großstädte in Deutschland und mit dem Satz antwortet; Wir in Bayern….

    Der findet sich 2018 in Bayern in der Opposition. Die CSU fährt nach Berlin und fordert den Rücktritt von Merkel . Danach tritt Seehofer zurück , er kann es nicht mehr und ist nur noch der Wackeldackel von Merkel.

    Jetzt wird es noch schlimmer. Mit Merkel, Göring-E ,Özdemir und TRITTIN sitzt die geballte Hasselite bald zusammen. Daneben Seehofer als schwache Alternative
    und Kretschmann den viele CDU Wähler als Parteichef gerne hätten.

    Die Bürger haben sich geschüttelt. Geht es weiter so , werden sie aufstehen und alles mit sich reissen was an ihnen hängt. Wer will das?

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