Lehrer treten in Streik
Am Dienstag fällt die Schule aus

Am Dienstag wird an vielen Schulen ein vernünftiger Unterricht nicht möglich sein. Rund 200.000 Lehrer wollen ihre Arbeit niederlegen. Sie fordern mehr Geld und ein Ende der Befristung von Lehrerstellen.
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BerlinNach dem vorläufigen Scheitern der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder rollt eine Streikwelle an. In den kommenden Tagen dürften vor allem viele Eltern schulpflichtiger Kinder eine alternative Betreuung organisieren müssen. Am Montag kam es zu ersten Warnstreiks im öffentlichen Dienst. Den Anfang machten rund 300 Beschäftigte an der Uniklinik Essen. Dort war nach Angaben einer Verdi-Sprecherin etwa ein Drittel der Operationssäle nicht in Betrieb, der Krankentransport lief mit Minimalbesetzung.

Von Dienstag an wollen in mehreren Bundesländern angestellte Lehrer in den Ausstand treten. Davon gibt es in Deutschland insgesamt gut 200.000. Die knapp 650.000 verbeamteten Lehrer streiken nicht. In Berlin sind am Dienstag die Lehrer an Grundschulen zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen, weitere Schwerpunkte gibt es laut Bildungsgewerkschaft GEW dann unter anderem in Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. „Ein vernünftiger, normaler Unterricht wird in den nächsten Tagen an vielen Schulen nicht möglich sein“, sagte die Sprecherin der GEW in NRW am Montag.

Die Kernforderung der Gewerkschaften lautet 5,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 175 Euro mehr, ein Ende von Befristungen ohne Sachgrund sowie Einstellungszusagen für Azubis. Als Hauptgründe für das vorläufige Scheitern der Tarifverhandlungen erwiesen sich aber starke Differenzen über die betriebliche Altersvorsorge und über die tarifliche Eingruppierung der Lehrer.

„Die Streiks werden nächste Woche eskalieren“, sagte der Vizechef des Beamtenbundes (dbb), Willi Russ, der Deutschen Presse-Agentur. Ausstände soll es zunächst bis zur nächsten Verhandlungsrunde am 16. und 17. März in Potsdam geben. Warnstreiks gibt es laut Dienstleistungsgewerkschaft Verdi auch beim Küstenschutz, in Straßenmeistereien und Landesverwaltungen insgesamt.

Der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske verteidigte die Arbeitsniederlegungen. Es könne nicht angehen, dass sich die Länder mit der Schuldenbremse selbst Fesseln anlegten und die Beschäftigten das dann ausbaden sollten, „zumal die Steuereinnahmen sprudeln“, sagte er der „Nordwest-Zeitung“ (Montag).

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Wie hoch ist noch einmal die Wochenarbeitszeit von Lehrern? Der flexible Anteil, also die Arbeit von zuhause, war noch einmal wie hoch? Wie viele Urlaubswochen sind im Gehalt inkludiert-mindestens 10 Wochen?

  • Ich sehe keinen Grund für Tariferhöhungen. Leisten die Lehrer mehr, als in den Vorjahren? Sind sie zu schlecht bezahlt? haben wir eine hohe Inflation? Alles nicht.

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