Leistungserhöhungen treten stufenweise in Kraft
Pflegebeitrag steigt mittelfristig auf 2,3 Prozent

Die von der Koalition beschlossenen Leistungsverbesserungen in der Pflege werden spätestens ab 2014 zu weiteren Beitragserhöhungen in der Pflegeversicherung führen. Bis 2030 droht ein Anstieg des Pflegebeitrags um rund ein Drittel auf dann 2,3 Prozent. Dies ergibt sich aus Berechnungen des Bundesgesundheitsministeriums, die dem Handelsblatt vorliegen.

BERLIN. Der Koalitionsausschuss hatte in der Nacht zum Dienstag beschlossen, den Pflegebeitrag ab 1. Juli 2008 um 0,25 Prozentpunkte auf 1,95 Prozent zu erhöhen. Im Gegenzug soll es Leistungsverbesserungen und neue Leistungen für Demenzerkrankte geben. Da die Leistungserhöhungen nur stufenweise bis 2012 in Kraft treten und die Dynamisierung der Pflegeleistungen erst 2015 starten soll, wird die Beitragserhöhung die Finanzlage der Pflegekassen zunächst deutlich verbessern.

Bis 2010 soll die Finanzrücklage, die in den vergangenen Jahren stetig geschrumpft war, von zuletzt drei Milliarden Euro auf bis zu 4,5 Milliarden Euro wachsen.

In den Folgejahren werden die Rücklagen jedoch sehr schnell zusammenschmelzen, weil dann die stark besetzten nicht durch Kriegsfolgen dezimierten Jahrgänge in ein Alter mit steigender Pflegewahrscheinlichkeit kommen. Der nächste Kostenschub droht dann um 2050, wenn die geburtenstarken Jahrgänge aus den 60er-Jahren das „Pflegealter“ erreichen. Hierzu hat das Ministerium bislang keine Prognose vorgelegt.

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