Letztes Aufbäumen
Parteien beenden offiziell NRW-Wahlkampf

SPD, Grüne, CDU und FDP haben zwei Tage vor der Landtagwahl in Nordrhein-Westfalen ihren Wahlkampf offiziell beendet.

HB DÜSSELDORF. Auf der SPD-Veranstaltung in Dortmund sagte Bundeskanzler Gerhard Schröder vor 5000 Menschen, CDU-Spitzenkandidat gelte als Politiker, der davon schleiche, wenn es ernst werde. Mit dieser Haltung könne er kein Land wie Nordrhein-Westfalen führen. SPD-Chef Franz Müntefering sagte, in Düsseldorf dürfe kein "Weichei" regieren. Gegner der Hartz IV-Reformen begleiteten die Reden mit Pfiffen und einigen Würfen von Gegenständen in Richtung Bühne.

Beim Grünen-Wahlkampfabschuss in Düsseldorf verbreitete Außenminister Joschka demonstrativ Zuversicht: "Das Ding kann noch gedreht werden. Wir müssen bis zur letzten Minute die Mobilisierung unentschlossener Wähler betreiben." Für die Grünen geht es um ihre letzte Regierungsbeteiligung auf Länderebene.

Auf der CDU-Veranstaltung in Düsseldorf, die unter dem Motto "Nur noch 48 Stunden bis zum Wechsel" stand, warb die Bundesvorsitzende Angela Merkel eindringlich für Rüttgers. "Es reicht nicht, morgens beim Kaffeetisch zu sagen, Herr Rüttgers ist gut, man muss ihn auch wählen gehen. Wo die Union regiert, geht es besser, und genau an diesen Wagen muss sich NRW anschließen".

Die FDP veranstaltete ihren Wahlkampfabschluss in Wermelskirchen im Bergischen Land. Neben Spitzenkandidat Ingo Wolf sprach auch der Bundesvorsitzende der Liberalen, Guido Westerwelle. Der FDP-Chef rief dazu auf, die letzte rot-grüne Regierung in einem Bundesland abzuwählen. Rot-Grün habe sich an «ideologischen Lieblingsprogrammen» aufgehalten, statt die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, sagte er bei der Wahlkampf-Abschlussveranstaltung der FDP in Wermelskirchen. «In Zeiten von Massenarbeitslosigkeit kann es nicht um Hamsterlöcher oder Krötentunnel gehen, sondern darum, wie man Arbeitsplätze schafft.»

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