Liberal und konservativWie sich der neue Bundespräsident Gauck positioniert

Was wird das zentrale Thema für Joachim Gaucks Amtszeit als Bundespräsident? Kritiker warfen dem DDR-Bürgerrechtler und selbsternannten Freiheitsliebhaber thematische Einsilbigkeit vor. Nicht ganz zu Recht.

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    Kommentare zu " Liberal und konservativ: Wie sich der neue Bundespräsident Gauck positioniert"

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    • Gauck hat sich seinen eigenen Freiheitsbegriff definiert, den er geschickt pastoral deklamiert und auf den überraschend viele reinfallen, aber von der "Freiheit ist die Freihet Andersdenkender", die er zur Wendezeit bejubelt hat, ist heute nichts mehr spürbar. Die 5 Millionen Deutsche, die "Die Linke" demokratisch gewählt haben (ich gehöre nicht dazu), grenzt er schon dadurch aus, daß er "Die Linke" vom Verfassungsschutz (eine Art Stasi der BRD)beobachten lassen will. Engste langjährige Weggefährten aus der evangelischen Kirche wissen um seine Defizite im Bereich Gerechtigkeit. Er ist ein Mann, der polarisiert, wo immer es möglich ist - und zwar auf sehr geschickte Art und Weise. Würde er jetzt nicht Bundespräsident, könnte einem das egal sein - als Bundespräsident soll er aber für alle Bürger gleichermaßen die moralische Instanz sein und genau das ist er nicht. Politisch gesehen gehört er in die CDU, daß ihn die SPD vorgeschlagen hat, war und ist reines parteipolitisches Kalkül - mehr nicht.

    • Ab 1982 war er Leiter der Kirchentagsarbeit in Mecklenburg und später Mitglied des Präsidiums des deutschen evangelischen Kirchentages. In dieser Funktion saß Herr Gauck bei Kongressen neben hohen Staats- und Parteifunktionären der DDR und anderer sozialistischer Staaten, ja er verhandelte sogar oft mit ihnen. Herr Joachim Gauck trat dabei stets angepasst und untertänig auf. Deshalb erschien sein Verhalten ab Oktober/November 1989 wie die Haltung eines Wendehalses. Auf jeden Fall bedurfte es dazu keines politischen Mutes mehr. Wie oft er zu DDR-Zeiten heimlich die Faust in der Hosentasche geballt hat, kann er ebenso wenig beweisen, wie die Opfer der Gauckbehörde, die dieses für sich nun in Anspruch nahmen und nehmen. Beweisbar ist : Joachim Gauck hatte im Gegensatz zu den meisten, die er später mit den Stasi-Akten (ob echt oder gefälscht und manipuliert) belasten ließ, auch schon vor 1989 das Privileg, das nur sehr wenigen auserwählten DDR-Kadern zustand, jederzeit nach Westdeutschland und in andere westliche Länder reisen zu dürfen, ausgestattet mit Staatsgeldern der von ihm angeblich schon damals so gehassten DDR.

      Über seine West-Reisen und West-Besuche berichtete er auch treu und brav den DDR-Oberen und letztlich auch dem Staatssicherheitsdienst. Er konnte unbegrenzt West-Kontakte pflegen, jeden West-Besuch empfangen, West-Pakete und West-Geldspenden entgegennehmen und dergleichen mehr.

      Solche Privilegien hatten nicht einmal hohe Staats- und Parteifunktionäre der DDR!

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