Liberale wollen Standortkampagne von Rot-Grün zur WM 2006 verhindern
FDP spielt bei „1. FC Deutschland 06“ nicht mit

Die FDP hat keine Lust auf den „1. FC Deutschland 06“. Die Bundestagsfraktion will die von der Bundesregierung gemeinsam mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) geplante Standortkampagne zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 verhindern.

HB BERLIN. Der sportpolitische Sprecher der Liberalen, Detlef Parr, erklärte, der Sportausschuss des Deutschen Bundestages werde sich in einer seiner nächsten Sitzungen mit den Planungen der Regierung unter dem Arbeitstitel „1. FC Deutschland 06“ beschäftigen müssen. „Die Mittel stehen im Haushalt zwar bereit, aber die Mittelverwendung muss noch diskutiert werden“, sagte Parr im Deutschlandfunk. Auch die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat sich gegen die Standortkampagne ausgesprochen.

In der vergangenen Woche hatte der Deutsche Bundestag mit seiner Zustimmung zum Haushaltsplan-Entwurf des Bundesinnenministeriums für 2005 insgesamt 10,65 Mill. € für so genannte „WM-nahe Zwecke“ bereitgestellt. Als Zweckbestimmung wird im Etat auch die „Standortkampagne“ genannt. Die Mittel waren ursprünglich für die Auftaktveranstaltung am 8. Juni 2006 in Berlin vorgesehen, die der Fußball-Weltverband FIFA jetzt in eigener Regie übernimmt. Bereits am 2. November war im Bundeskanzleramt ein 60-seitiges Strategie-Papier verabschiedet worden, das eine Standortkampagne der Bundesregierung zur WM 2006 vorsieht. Bund und BDI wollen hierfür im kommenden Jahr jeweils zehn Mill. € bereitstellen.

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