Linke-Spitze zu Gysi-Rückzug
„Wir sind auf verschiedene Szenarien eingestellt“

Noch ist unklar, ob Linken-Fraktionschef Gregor Gysi bei der Wahl des Fraktionsvorstands im Herbst erneut antritt. Sollte er sich jedoch zurückziehen, sei die Linke darauf vorbereitet, so Pateivorstand Katja Kipping.
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BerliDie Linken-Spitze ist auf einen möglichen Rückzug von Fraktionschef Gregor Gysi beim Bielefelder Parteitag am Wochenende vorbereitet. „Wir sind auf die verschiedenen Szenarien eingestellt“, sagte Parteichefin Katja Kipping der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch in Berlin. Für den Fall, dass die Nachfolge des langjährigen Fraktionschefs geregelt werden müsse, sei im geschäftsführenden Parteivorstand ein Zeitplan erstellt worden.

Sollte es zum Wechsel an der Fraktionsspitze kommen, werde die Führung in Absprache mit dem geschäftsführenden Parteivorstand einen Vorschlag unterbreiten, fügte der Ko-Vorsitzende Bernd Riexinger hinzu.

Es wird erwartet, dass Gysi in seiner Rede am Sonntag darlegt, ob er bei der Neuwahl des Fraktionsvorstandes im Herbst noch einmal antritt oder nicht. Er lässt das bisher offen. Zuletzt hatte er aber dargelegt, dass er sich im Gegensatz zu früheren Zeiten von seiner Fraktion derzeit gut behandelt fühle. Der 67-Jährige sitzt – mit einer Unterbrechung – seit 1990 im Bundestag und hatte dort zunächst die Gruppe der PDS geführt, seit 2005 ist er Fraktionschef der Linken.

Sollte Gysi abtreten, dürfte es auch in der Fraktion zu einer Doppelspitze kommen. Als möglich gilt, dass dann Gysis Stellvertreter Dietmar Bartsch und Sahra Wagenknecht antreten, obwohl letztere kürzlich abgewunken hatte. Sie würde sich angesichts der dann neuen Situation aber möglicherweise wieder umentscheiden. Denkbar wäre aber auch eine andere Variante; etwa die beiden Abgeordneten Martina Renner und Jan van Aken.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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