Linke stärker als Grüne und FDP
SPD sinkt auf neues Umfragetief

Der jüngsten Forsa-Umfrage zufolge hat die SPD erneut in der Wählergunst verloren. Sie fiel auf den schlechtesten Wert seit der Bundestagswahl 2005. Aber auch der Koalitionspartner CDU/CSU muss Abstriche machen. Ganz anders sieht es bei der Linkspartei aus. Merkel punktet obendrein in der Außenpolitik.

HB BERLIN. Die Sozialdemokraten sinken gegenüber der Vorwoche um zwei Punkte und erreichten nur noch 25 Prozent. Auch die CDU büßte einen Punkt ein und kam auf 37 Prozent. Die Linkspartei konnte um einen Punkt auf zwölf Prozent zulegen. Die FDP verbesserte sich um zwei Punkte auf zehn Prozent, die Grünen gaben einen Prozentpunkt ab und lagen ebenfalls bei zehn Prozent. Für „sonstige Parteien“ würden sich sechs Prozent der Wähler entscheiden. Damit ergab sich ein Patt zwischen einem möglichen schwarzliberalen und einem rot-rot-grünem Bündnis von je 47 Prozent.

Bei der Frage nach der Kanzlerpräferenz konnte Angela Merkel den Abstand zu SPD-Parteichef Kurt Beck ausbauen. 54 Prozent der Bundesbürger würden Merkel direkt wählen, während Beck gegenüber der Vorwoche nochmals einen Punkt verlor und nur noch auf 16 Prozent kam. „Wahrscheinlich der schwächste Wert, den jemals ein Kanzlerkandidat beziehungsweise potenzieller Kandidat der SPD erhalten hat“, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner dem Magazin. Auch bei den SPD-Wählern schwindet nach der Umfrage Becks Rückhalt: Nur noch 29 Prozent würden sich für ihn als Kanzlerkandidat entscheiden. Merkel lag bei den SPD-Anhängern mit 40 Prozent elf Punkte vor Beck.

Das Engagement von Bundeskanzlerin Angela Merkel beim G-8-Gipfel und bei der deutschen EU-Ratspräsidentschaft findet offensichtlich den Beifall der Bundesbürger. Nach der Forsa-Umfrage bewerten fast drei Viertel der Befragten das Wirken der CDU-Chefin auf dem internationalen Parkett als sehr gut (16 Prozent) oder gut (57 Prozent). Nur knapp jeder Fünfte stuft die außenpolitische Arbeit der Kanzlerin als weniger gut und vier Prozent als schlecht ein. Anders stellt sich die Lage in der Innenpolitik dar. Jeder zweite Deutsche beurteilt die Arbeit Merkels in diesem Bereich als weniger gut oder schlecht. 46 Prozent sind der Meinung, dass sie eine sehr gute (drei Prozent) oder gute (43 Prozent) Leistung zeigt.

Für die Umfrage wurden 2501 Bundesbürger in der Zeit vom 11. bis zum 15. Juni 2007 befragt.

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