Linken-Fraktionschef
Gysi will für Bundestag-Direktmandat kämpfen

Gregor Gysi will bei der nächsten Bundestagswahl sein Direktmandat für Berlin behalten. Das bekräftigte der Fraktionschef der Linken in einem Interview. Gegen Sahra Wagenknecht als Spitzenkandidatin habe er indes nichts.
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BerlinDer Fraktionschef der Linken im Bundestag, Gregor Gysi, will sein Berliner Direktmandat bei der Bundestagswahl im kommenden Jahr verteidigen. Das kündigte er am Sonntagabend im ARD-„Bericht aus Berlin“ an. Auf die Frage, ob er daran denke aufzuhören, antwortete er: „Selbst wenn ich daran denken würde, würde ich es Ihnen nicht sagen.“

Zuvor hatte er in einem Gespräch mit der „Berliner Morgenpost“ durchblicken lassen, dass ihn die Frage umtreibe, wann er den Platz an der Fraktionsspitze freimache. Mit dem Hinweis auf sein Alter von 64 Jahren sagte er: „Es darf mir nicht passieren, dass ich irgendwann noch im Bundestag herumdattele und sich alle über mich nur noch lustig machen.“

Gysi widersprach Berichten, er wolle seine Stellvertreterin Sahra Wagenknecht als Spitzenkandidatin bei der Bundestagswahl 2013 verhindern. Auf eine entsprechende Frage antwortete er: „Nein. Spitzenkandidaten werden wir rechtzeitig dem Parteitag vorschlagen, und ich erwarte nicht, dass es darüber zu einer Auseinandersetzung kommt.“

Zur neuen Parteispitze aus Katja Kipping und Bernd Riexinger sagte er in der ARD: „Die machen es gar nicht schlecht, sogar ganz gut.“ Er leide unter den schlechten Umfragewerten für die Partei, gehe aber davon aus, dass sie jetzt wieder Tritt fasse.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Linken-Fraktionschef: Gysi will für Bundestag-Direktmandat kämpfen"

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  • „Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus.“

    http://www.welt.de/sport/olympia/article108485461/Drygalla-distanziert-sich-von-rechtem-Gedankengut.html

  • Schade, dass der Mainstream immer nur vermeldet wie tapfer sich die Linken gegen den ESM wehren. Blöderweise tipselt keine dieser Medienhuren mal die Wahrheit. Die Linken halten genau wie der Rest am Euro fest. Dieser Knaller der "Reichenabgabe" würde also auch unverändert bei Bankern landen. Damit ist die LINKE keinen Deut besser als der Rest unserer Volkszertreter.

    Wenn wir als mündige deutsche Bürger nur den Hauch einer Chance haben wollen, heißt das raus aus dem Euro und totale Zerschlagung der EU. Dieser Moloch kostet uns schon ohne Krise jedes Jahr Milliarden. Wir füttern da ca. 45000 Bürokraten durch. Und was bringen die uns? Nichts als unnötige Verordnungen (Glühbirnenverbot, Gurkenkrümmung, Bananengröße) usw.



  • Also wenn ich in diesem Sch**ßladen etwas zu melden hätte.....Ich würde Winfried Sobottka anstelle Gregor Gysis aufstellen und Gysi als deutschen Woody Allen in die Babelsberg-Studios verbannen.

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