Linksbündnis käme auf elf Prozent
Große Parteien verlieren an Wählergunst

Nach einer aktuellen Umfrage können die kleinen Parteien bei einer Bundestagswahl derzeit auf Stimmenzuwachs hoffen, die großen Parteien verlieren hingegen.

HB BERLIN. Sowohl die Union als auch die SPD haben der Umfrage von TNS Emnid zufolge in der vergangenen Woche an Wählerzustimmung eingebüßt. Die CDU/CSU erreichte in der Umfrage für die „Berliner Morgenpost am Sonntag“ mit 44 Prozent zwei Punkte weniger als eine Woche zuvor. Die SPD rutschte um einen weiteren Punkt auf 26 Prozent ab. Dagegen legten die kleineren Parteien des linken Spektrums zu. Das Linksbündnis aus PDS und WASG käme auf elf Prozent, zwei Punkte mehr als vor Wochenfrist. Die Grünen steigerten sich von acht auf neun Prozent. Die FDP kam unverändert auf sieben Prozent. TNS Emnid befragte vom 23. bis 30. Juni bundesweit 3236 Wahlberechtigte. Jeder Dritte gab an, sich noch nicht entschieden zu haben oder nicht wählen zu wollen.

Die Parteien arbeiten bereits mit Hochdruck an den Vorbereitungen für die geplante Neuwahl des Bundestages und versuchen sich, in der politischen Arena zu positionieren. Die SPD grenzt sich vom neuen Linksbündnis ab, kritisiert dessen Vorschläge als realitätsfern und unfinanzierbar:

» SPD zum Linksbündnis: "Realitätsferne Vorschläge"

Außerdem arbeitet die Partei an einem Manifest, in dem die Entlastung von Privathaushalten festgeschrieben werden soll, ebenso ein Elterngeld als befristeter Lohnersatz für Mütter und Väter. Weiter enthält der Entwurf den bereits angekündigten Steuerzuschlag in Höhe von drei Prozent für Spitzenverdiener mit einem Jahreseinkommen von mindestens 250.000 Euro.

» Manifest: SPD will Privathaushalte entlasten

Derweil setzt sich in der Union die Auffassung durch, die Mehrwertsteuer müsse auf 18 Prozent angehoben werden. Wie weiter bekannt wurde, werden CDU und CSU in ihrem Wahlprogramm voraussichtlich ihre ursprünglichen Pläne für eine Erhöhung des Kindergeldes fallen lassen.

» Union will 18 Prozent Mehrwertsteuer

Nach der Vertrauensabstimmung im Bundestag gehen Politiker von Rot-Grün und Opposition davon aus, dass Bundespräsident Horst Köhler das Parlament auflösen wird.

» Parteien rechnen mit Bundestagsauflösung

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%