Lob für CSU-Superstar
Helmut Schmidt hält Guttenberg für kanzlertauglich

Seit Wochen wird spekuliert, Karl-Theodor zu Guttenberg könne im Fall einer CDU-Niederlage bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg im nächsten Frühjahr neuer Kanzler werden. Guttenberg selbst mag solche Spekulationen nicht. Doch inzwischen hat er auch einen prominenten Fürsprecher – aus der SPD.
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dne/HB BERLIN. Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) wäre nach Einschätzung des einstigen SPD-Kanzlers Helmut Schmidt geeignet, deutscher Regierungschef zu werden. Auf die Frage, wer seiner Meinung nach das Zeug zum Bundeskanzler habe, antwortete Schmidt im „Zeit“-Magazin: „Ich will vier Namen nennen: Peer Steinbrück, Frank-Walter Steinmeier, Angela Merkel und, wenn er etwas älter geworden ist, Karl-Theodor zu Guttenberg.“

Guttenberg selbst hatte zuletzt Spekulationen zurückgewiesen, dass er Ambitionen auf die Kanzlerschaft hege. Die Union solle sich nicht in eine „völlig verquere Personaldebatte“ begeben. Wer früh politische Verantwortung bekommen hat, müsse ein „Höchstmaß an Bescheidenheit“ zeigen, so Guttenberg. „Das heißt, dass man nicht an Karriereleitern bastelt oder basteln lässt-“

Seit Wochen wird spekuliert, Guttenberg könne im Fall einer CDU-Niederlage bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg im nächsten Frühjahr neuer Kanzler werden. Guttenberg hatte das bereits im „Spiegel“ als „bizarr“ bezeichnet. „Es tut gut, sich daran zu erinnern, dass Scheinwerferlichter etwa so schnell verglühen wie Amtszeiten“, sagte der Verteidigungsminister. Wenn es an die Umsetzung der Bundeswehrreform gehe, werde es mit seiner großen Popularität schnell zu Ende sein.

Guttenberg bleibt derweil laut ARD-Deutschlandtrend beliebtester Politiker vor SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier, der den größten Sprung nach vorne schaffte. Ebenfalls stark zugelegt hat Wirtschaftsminister Rainer Brüderle, der nun vor FDP-Chef Guido Westerwelle liegt. Bundeskanzlerin Angela Merkel liegt auf dem siebten Platz.

Mittlerweile spricht sich eine Mehrheit aller Parteianhänger dafür aus, dass bei den Bundestagswahlen 2013 nicht Angela Merkel, sondern Guttenberg für die Union antreten sollte. Während es dafür in CDU und CSU nur eine knappe Mehrheit gibt, kommt die größte Zustimmung erstaunlicherweise von FDP- und SPD-Anhängern.

Die Grünen klettern in der Umfrage indessen höher. Die Partei könnte demnach mit 22 Prozent der Stimmen rechnen, wenn am Sonntag Bundestagswahlen wären. Union und SPD liegen bei der sogenannten Sonntagsfrage unverändert bei 32 und 27 Prozent, die Liberalen kommen auf fünf Prozent. Die Linken verloren bei der Dienstag und Mittwoch durchgeführten Befragung durch das Institut infratest dimap zwei Prozentpunkte und landeten bei neun Prozent.

Kommentare zu " Lob für CSU-Superstar: Helmut Schmidt hält Guttenberg für kanzlertauglich"

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  • Zwei Kandidaten hat Helmut Schmidt vergessen. Statler und Waldorf aus der Mupped Shoh!

  • Peer Steinbrück und Herrn Steinmeier halte ich für erstklassige Kandidaten, auch weil sie viel Erfahrung und bewährung mitbringen. - Sollte man Nichtwähler in einer ernsthaften Diskussion noch ernstnehmen?

  • Zitat Helmut Schmidt: "„ich will vier Namen nennen: Peer Steinbrück, Frank-Walter Steinmeier, Angela Merkel und, wenn er etwas älter geworden ist, Karl-Theodor zu Guttenberg.“"

    Nun man muss bei der Namensauflistung doch schon berücksichtigen, dass Schmidt ein sehr alter Mann ist. Und außerdem ist er gerade in Trauer. Da fehlt einem schon der klare blick. Steinbrück hat die Finanzmisere der banken mit zu verantworten. Er hat den Weg für die Heuschrecken freigemacht. Außerdem hat er dem Wähler alles genommen, um es den bankern in den Rachen zu werfen. Der bekommt nur noch von dem dummen Rest in unserem Land eine Stimme. bekommt er viele Stimmen, dann gibt es eben viele Dumme in Deutschland. Von den bankern wird er auch nicht gewählt, da die SPD keine bankerpartei ist. Steinmeier ist der Abgesandte Schröders. Der bekommt keine Stimme vom Volk, weil es hier um den Erfinder von Hartz 4 und der Rente mit 67 geht. Merkel wird es kein drittes Mal schaffen. Sie arbeitet nur gegen das Volk und für die Wirtschaftsbosse. Dass sie vor der letzten Wahl nur Wahlversprechen gemacht hat, um an der Macht zu bleiben, wird auch der letzte Wähler kapiert haben. Sie kann nur die Stimme von denen bekommen, die von ihr profitieren. Und das sind nicht so viele. Guttenberg kann sich aus der eingefahrenen Spur nicht lösen. CSU=CDU=Merkel. Merkel wird ihn kaltstellen, wenn er zu gefährlich wird. Dafür ist sie abgebrüht genug. Helmut Schmidt soll mal ein paar bessere Vorschläge machen. bis jetzt hat er nur Versager und Luftnummern genannt.

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