Löwenanteil geht nach Bayern
Merkel sagt Flutopfern 100 Millionen Euro zu

Die Bundeskanzlerin will den Hochwasser-Opfern in Süd- und Ostdeutschland unbürokratisch helfen. Die FDP plädiert darüber hinaus für einen Flutschaden-Fonds - und auch der SPD-Kanzlerkandidat stimmt ein.
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Passau/BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel hat den vom Hochwasser betroffenen Regionen in Süd- und Ostdeutschland unbürokratische Hilfe von 100 Millionen Euro zugesichert. "Der Bund hat gestern erst mal 100 Millionen Euro bereitgestellt", sagte Merkel am Dienstag bei einem Besuch im besonders betroffenen Passau. Das Geld sei für Bayern, Sachsen und Thüringen gedacht, die den gleichen Betrag beisteuerten. Merkel stellte auch Sachsen-Anhalt finanzielle Unterstützung in Aussicht.

Jetzt gehe es darum, die Menschen rasch zu unterstützen, sagte die Kanzlerin, nachdem sie sich ein Bild von der Lage gemacht und mit Betroffenen gesprochen hatte. Die Schäden der Flut wirkten lange nach. "Das wird noch Wochen dauern", sagte Merkel, die vom bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer begleitet wurde.

Auch der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück plädiert für rasche Hilfen. "Wir brauchen konkrete Hilfen für Hochwasser-Geschädigte," sagte er bei einem Vortrag zur Außenpolitik in Berlin.

Die FDP schlug die Einrichtung eines Flutschäden-Fonds vor. Daraus sollten Schäden von Privathaushalten und Unternehmen ausgeglichen werden, sofern keine Versicherungen oder Dritte dafür aufkämen, erklärten Parteichef Philipp Rösler und der Fraktionsvorsitzende Rainer Brüderle am Dienstag in Berlin. Es müsse auch geprüft werden, welche Programme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) auf die Unternehmen in den Flutgebieten zugeschnitten werden könnten.

Brüderle und Rösler sprachen sich zudem dafür aus, die steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung umzusetzen und gegebenenfalls für die Sanierung von Flutschäden zu öffnen. "Die Menschen, die von der Flutkatastrophe betroffen sind, brauchen schnelle und unkomplizierte Soforthilfe", erklärten die FDP-Politiker. Viele Existenzen stünden "unverschuldet auf dem Spiel".

Rösler will sich so schnell wie möglich mit der Wirtschaft über die Folgen der Flutkatastrophe sowie über schnelle Hilfen beraten. Für Mittwoch hat Rösler fünf Spitzenverbände der Wirtschaft zu Gesprächen geladen, bestätigte ein Ministeriumssprecher. Mit Vertretern von DIHK, des Industrieverbandes BDI, des Handwerks (ZDH), des Einzelhandels (HDE) sowie des Hotel- und Gaststättengewerbes (Dehoga) sollen Möglichkeiten für unbürokratische Hilfen erörtert werden. Die Wirtschaft befürchtet wegen der Flut neue Konjunkturrückschläge.

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  • In den Gebieten, die für eine erhöhte Hochwassergefahr bekannt sind (einmal in 10 Jahren), bekommen Hauseigentümer erst gar keine Police. Was machen diese Menschen dann?

  • Frau Merkel, sie sind ja soooooooo großzügig, leider nur nicht in ihrem eigenen Land. Aber die Flutopfer bekommen jetzt bestimmt finanzielle Unterstützung aus dem Ausland. Unter dem Motto: "Eine Hand wäscht die andere". Vielleicht sollten sie es umgekehrt machen, Spanien die 100 Millionen Euro leihen und die rund eine Milliarde den Flutopfern. So könnten sie ihr Ansehen zumindest in ihrem eigenen Land verbessern.

  • 100 Millionen ? Prima...

    Hey Staat...
    http://www.youtube.com/watch?v=FTASpdfmDR0&hd=1

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