Lohnerhöhung ab dem 1. September
Neuer Banken-Tarifvertrag mit Öffnungsklausel

Nach einem mehr als 20-stündigen Verhandlungsmarathon ist in der dritten Tarifrunde für die 430 000 Beschäftigten in der Bankenbranche eine Einigung erzielt worden.

HB FRANKFURT. Demnach sollen die Beschäftigten im deutschen Bankgewerbe ab dem 1. September 2,0 Prozent mehr Gehalt bekommen, wie die Arbeitgeberverbände der Banken am Donnerstagmorgen mitteilten. Ab dem 1. September 2005 erhöhen sich die Gehälter dann in einer zweiten Stufe um 1,6 Prozent. Der neue Tarifvertrag habe eine Laufzeit bis zum 31. Mai 2006. Dieser enthält neben Regelungen zur Beschäftigungssicherung erstmals auch eine Öffnungsklausel für wirtschaftlich angeschlagene Institute.

Der alte Tarifvertrag war Ende Mai dieses Jahres ausgelaufen. Zu der Verhandlungsgemeinschaft Banken zählen die privaten Banken und Bausparkassen, die öffentlichen Kreditinstitute sowie die Volks- und Raiffeisenbanken. „Das ist eine gerade noch akzeptable Gehaltssteigerung, wir wollten die zwei Prozent haben. Ebenso wichtig sind der Ausbildungspakt und die Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Hinrich Feddersen.

2004 und 2005 sollen sich die Ausbildungsplätze in den Banken um insgesamt drei Prozent erhöhen. Für die Arbeitgeber war entscheidend, dass es eine Öffnungsklausel für Institute in wirtschaftliche schwieriger Lage gibt, wobei unter bestimmten Voraussetzungen befristet vom Tarifvertrag abgewichen werden kann. „Diese Flexibilität ist aus unserer Sicht sehr positiv. Bei den Gehaltssteigerungen kommt man wegen der Leermonate letztlich auf einen Anstieg von 1,55 Prozent pro Jahr“, sagte Arbeitgeberverhandlungsführer und HVB-Chef Dieter Rampl.

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