Lohnsteigerungen: Arbeitgeber orientieren sich an einem Prozent

Lohnsteigerungen
Arbeitgeber orientieren sich an einem Prozent

„Realitätsfern und nicht ernstzunehmend“: Die Arbeitgeber weisen die Lohnforderungen der Gewerkschaften entschieden zurück. Ihr Angebot fällt deutlich schlechter aus.
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BerlinArbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat die Forderungen der Gewerkschaften nach Lohnerhöhungen von bis zu 6,5 Prozent als realitätsfern und kaum ernstzunehmend zurückgewiesen. Die Arbeitnehmer hätten zweifellos das Recht, mit Lohnerhöhungen angemessen an der insgesamt guten Entwicklung der meisten Unternehmen teilzuhaben, sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) am Donnerstag in Berlin. Allerdings müssten auch die wachsenden Unsicherheiten, etwa durch die europäische Staatsschuldenkrise und die insgesamt abgeschwächte Konjunkturentwicklung, berücksichtigt werden.

Der maßgebliche Orientierungspunkt für Lohnzuwächse in den kommenden Tarifrunden sollte nach Hundts Worten der Produktivitätszuwachs bleiben. Und der werde mit einem Plus von knapp einem Prozent 2012 wohl nur halb so hoch wie im Vorjahr ausfallen.

„Die Tariflohnsteigerungen werden in diesem Jahr nicht so hoch sein können wie im Vorjahr“, dämpfte Hundt daher die Erwartungen der Arbeitnehmer. Mit einbezogen werden müsse auch, dass das gesamtwirtschaftliche Wachstum in Deutschland in diesem Jahr nur rund ein Drittel so hoch wie 2011 ausfallen dürfte - Hundt rechnet mit einem Zuwachs von maximal 1,2 Prozent in 2012. Im vergangenen Jahr waren die Bruttostundenlöhne und -gehälter in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Durchschnitt um 3,3 Prozent angehoben worden. „Wenn es den Unternehmen gutgeht, muss es auch den Arbeitnehmern gutgehen.“ Dieses Prinzip gelte weiterhin, sagte Hundt.

Mit Blick auf die Tarifverhandlungen zur Zeitarbeit bekundete Hundt zudem die Bereitschaft der Arbeitgeberseite, stufenweise in Richtung einer Lohnangleichung der Zeitarbeiter mit der Stammbelegschaft zu gehen. Für die Arbeitgeber sei entscheidend, die Zeitarbeit als Instrument der Flexibilität zu behalten. Klar sei aber auch, Zeitarbeit sei für die Arbeitgeber kein Instrument zum Lohndrücken. Deshalb seien die Unternehmen auch bereit, eine Verteuerung der Zeitarbeit hinzunehmen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Nach der grossen Neiddebatte wegen der Professorengehälter (40000 €) wird offenkundig, was in nichtakademischen Berufen möglich ist, wenn man nur gewerkschaftliches ERpressungspotential aktivieren kann. 53000 € (jetziger Verdienst) für einen Vorfeldkontrolleur ist schon nicht schlecht. Was gefordert wird, katapultiert diesen Beruf in Relation zur Ausbildungsdauer weit nach oben. Im Vergleich mit den 400000 € einer ARD-Kurzmoderatorin allerdings immer noch sehr wenig!

  • verus, Sie stehen ausserhalb des Grundgesetzes, viel Spaß bei Ihrer Mottenkiste des Klassenkampfes á là Cuba, Nordkorea o.ä, nur dämlich...

  • verus, leider nicht varus. Was derartige Lohnzuwächse anrichten, die Sie propagieren, sieht man gerade in GRE...

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