Lohntarifverträge der Metaller laufen am Jahresende aus
IG-Metall-Chef kündigt harte Lohnrunde an

Der neue IG-Metall-Chef Jürgen Peters sieht keinen Grund zur Bescheidenheit in der bevorstehenden Lohnrunde für die bundesweit 3,5 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie.

BERLIN. Weder die Debatte um gesetzliche Tariföffnungsklauseln noch das Scheitern ihres Streiks für die 35-Stunden-Woche im Osten würden die Tarifforderung der IG Metall wesentlich beeinflussen, sagte Peters dem Handelsblatt (Mittwochausgabe). „Ich glaube nicht, dass die Kolleginnen und Kollegen darin einen Grund zu besonderer Zurückhaltung sehen“, sagte er.

Die Lohntarifverträge der Metaller laufen am Jahresende aus. Schon im Oktober beginnt in der IG Metall die Vorbereitung zur Festlegung der Forderung, die im November vom Vorstand beschlossen werden soll. Die Entscheidung fällt damit aller Voraussicht nach in eine Phase, in der die CDU/CSU ihre Zustimmung zu den rot-grünen Arbeitsmarktreformen an die Einführung einer Tariföffnungsklausel knüpfen kann. „Wir werden keine Lohnzurückhaltung predigen, nur damit die Union von ihrem Ziel ablässt, die Tarifautonomie zu beschädigen“, sagte Peters.

Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall mahnte Augenmaß an. „Es wird in der Tarifrunde vor allem darauf ankommen, Beschäftigung zu sichern“, sagte Hauptgeschäftsführer Hans-Werner Busch dem Handelsblatt. „Dem würde eine explosive Forderung sicher nicht gerecht.“ Bereits der zweistufige Tarifabschluss 2002/2003 mit Lohnzuwächsen von nominal 4,0 und 3,1 % habe den Beschäftigungsabbau verstärkt.

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