Lücke wieder ausgeglichen
Finanzlage der Rentenkassen etwas entspannter

Die finanzielle Lage der Rentenkassen hat sich nach Angaben der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) im Dezember nach dem Einbruch des Vormonats wieder leicht erholt.

HB BERLIN. BfA-Präsident Herbert Rische sagte der „Berliner Zeitung“ vom Freitag, der dramatische Einbruch der Beitragseinnahmen vom November habe sich im Dezember nicht fortgesetzt. Vielmehr seien die Einnahmen im letzten Monat des Jahres so hoch, dass die Lücke ausgeglichen worden sei. Damit habe sich die Vermutung bestätigt, dass der starke Rückgang vom November weitgehend auf die Verschiebung der Auszahlung des Weihnachtsgeldes im öffentlichen Dienst zurückzuführen sei.

Im November hatten die Renteneinnahmen um rund 800 Millionen Euro unter denen des Vorjahres gelegen, was die Rücklage der gesetzlichen Rentenversicherung auf deutlich unter die zum Jahresende vorgeschriebenen 20 Prozent einer Monatsausgabe hatte sinken lassen. Die Bundesregierung hatte daraufhin erklärt, sie gehe weiter davon aus, dass die Schwankungsreserve die gesetzlich geforderten 20 Prozent exakt erreichen werde. Ein Unterschreiten der 20-Prozent-Marke am Stichtag Jahresende hätte automatisch eine Anhebung des Beitragssatzes zur Rentenversicherung zur Folge, den die Bundesregierung für 2005 bei unverändert 19,5 Prozent festgelegt hat. Schwankungen im Jahresverlauf bleiben ohne Konsequenzen.

Die Schwankungsreserve kann zum Jahresende nach Berechnungen der Rentenschätzer jedoch nur gehalten werden, weil sich die BfA von ihrer Immobilientochter Gagfah trennte. Der Verkauf der rund 80.000 Wohnungen brachte den Rentenkassen einen Erlös von rund 2,1 Milliarden Euro.

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