Luftwaffe
Deutschland kauft weitere Eurofighter

Verstärkung für die Luftwaffe: Zusammen mit Großbritannien, Spanien und Italien schafft Deutschland 112 weitere Kampfflugzeuge vom Typ Eurofighter an, davon sind 31 Maschinen für die Luftwaffe. Die deutsche Industrie profitiert von dem Auftrag kräftig.

HB BERLIN. Wie das Verteidigungsministerium mitteilte, unterzeichnete die NATO-Agentur Netma am Freitag in ihrem Namen einen entsprechenden Vertrag. 31 der Kampfflugzeuge sind für Deutschland vorgesehen. Die Kosten zur Beschaffung der 112 Maschinen sowie von 241 Triebwerken belaufen sich den Angaben zufolge auf neun Mrd. Euro. Der Anteil zugunsten der deutschen Industrie betrage rund 2,8 Mrd. Euro.

Bei dem Beschaffungsvorhaben handelt es sich um die dritte Tranche, die der Haushaltsausschuss des Bundestags gebilligt hatte. Das Verteidigungsministerium erklärte, mit der Fortführung des Eurofighter-Programms würden nicht nur Tausende von hoch qualifizierten Arbeitsplätzen in der europäischen Luftfahrtindustrie bis 2015 gesichert, sondern auch die Exportchancen des Eurofighter verbessert.

Der Eurofighter soll das "Rückgrat der Luftwaffe" werden, wie die Bundeswehr auf ihrer Homepage schreibt. Insgesamt solle die Luftwaffe 180 Eurofighter erhalten, die in drei Tranchen bis circa 2017 ausgeliefert werden sollen. Mit den beiden ersten Tranchen erhalte Deutschland 112 der Kampfflugzeuge.

Mit dem Einsatz der Eurofighter soll die Gesamtzahl der Kampfflugzeuge verringert werden. Nach der bereits erfolgten Außerdienststellung der MiG29 sollen auch die Flieger vom Typ F-4F Phantom reduziert sowie ein Großteil der Tornadoflotte ausgemustert werden.

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