Lutz Bachmann bei Pegida-Demo
Dresdner Bewegung rückt weiter nach rechts

Zu einer Pegida-Kundgebung in Dresden sind am Montag rund 2000 Menschen gekommen – wesentlich weniger als beim letzten Mal. Beobachter werten die Entwicklung als Stärkung des rechten Pegida-Flügels.
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Dresden/LeipzigMit der Rückkehr von Pegida-Gründer Lutz Bachmann rückt die islamkritische Dresdner Bewegung weiter nach rechts. Zur ersten Pegida-Kundgebung seit Abspaltung der Gruppe um Ex-Sprecherin Kathrin Oertel zogen am Montagabend laut Polizei rund 2000 Demonstranten vor die Dresdner Frauenkirche. Bachmann, der vor drei Wochen wegen eines „Hitler-Selfies“ und ausländerfeindlicher Äußerungen als Vereinsvorsitzender zurückgetreten war, trat erstmals wieder ins Rampenlicht - und verteidigte seine umstrittenen Bemerkungen.

Diese seien verkürzt wiedergegeben worden, sagte Bachmann. Außerdem habe er Worte gewählt, von denen er sicher sei, „das jeder, wirklich jeder von uns sie schon einmal am Stammtisch benutzt hat“. Bachmann hatte Asylbewerber unter anderem als „Gelumpe“ und „Dreckspack“ beschimpft.

Vor seinen Anhängern wies Bachmann den Eindruck zurück, dass mit dem Ausstieg von Oertel und ihren Mitstreitern ein Rechtsruck bei Pegida einhergehe. Die frühere Hamburger AfD-Politikerin Tatjana Festerling sprach von einer „Nazi-Paranoia“ in weiten Teilen von Politik und Medien. „Lügenpresse, Lügenpresse“, skandierte daraufhin die Menge. Festerling hatte im vergangenen Jahr mit Sympathiebekundungen für die Kölner „Hooligans gegen Salafisten“ für Schlagzeilen gesorgt.

Verglichen mit der letzten Kundgebung vor dem Führungsstreit, zu der am 25. Januar mehr als 17.000 Menschen vor die Dresdner Semperoper gekommen waren, konnte Pegida diesmal deutlich weniger Anhänger mobilisieren. Das Bündnis hatte 5000 Teilnehmer angemeldet. Beobachter schätzen die Zahl der Demonstranten allerdings höher ein als die Polizei.

Zu der Kundgebung, die Oertels neues Bündnis „Direkte Demokratie für Europa“ organisiert hatte, waren am Sonntag nur etwa 500 Menschen gekommen. Die Gruppierung verfolgt einen deutlich moderateren Kurs als Pegida.

Die Frauenkirche blieb während der Pegida-Kundgebung verdunkelt. „Wir lehnen es ab, dass die Frauenkirche Dresden als Kulisse für ausländerfeindliche Kundgebungen instrumentalisiert wird“, sagte Pfarrer Sebastian Feydt. In der Nähe demonstrierten mehrere hundert Menschen mit dem Bündis „Dresden für alle“ für eine weltoffene Stadt.

Der Leipziger Pegida-Ableger Legida durfte am Montag nicht demonstrieren. Die Stadt hatte den Aufmarsch wegen eines polizeilichen Notstandes untersagt, Gegenkundgebungen aber genehmigt. Als sich am Montagabend trotzdem Legida-Anhänger in der Stadt versammelten, löste die Polizei die Zusammenkunft auf und begleitete die Demonstranten zum Hauptbahnhof. Zu einer Kundgebung unter dem Motto „Willkommen in Leipzig“ kamen laut Polizei etwa 200 Menschen.

Auch in anderen Städten gingen am Montagabend wieder zahlreiche Menschen auf die Straße, um Weltoffenheit und Toleranz zu fordern. Die Zahl der Demonstranten, die sich Kundgebungen von Pegida-Ablegern anschlossen, blieb deutlich dahinter zurück. Bei der ersten Pegida-Kundgebung in Schweden trafen am Montagabend in Malmö wenige Dutzend Anhänger der islamkritischen Bewegung auf mehrere tausend Gegendemonstranten.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Lutz Bachmann bei Pegida-Demo: Dresdner Bewegung rückt weiter nach rechts"

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  • Übergriffe gegen christlicher Asylbewerber durch muslimische Asylbewerber

    Über einen solchen Übergriff christlicher Asylbewerber durch muslimische Asylbewerber berichtet die Junge Freiheit (die Wahrheitspresse schweigt datürlich darüber):

    http://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2015/asylheim-christ-wegen-glaubens-attackiert

    Und das ist nur der jüngste solcher Übergriffe aus einer langen Liste von Übergriffen gegen christliche Asylbeweber durch andere, islamische Asylbewerber.

    Sind solche Übergriffe auch in der von der Bundesregierung bereitgestellten Liste enthalten? Und wenn ja werden diese auch der PeGiDa angedichtet.

  • @Guto Barreto - Sehr richtig


    >>Aus dem Verbleib Bachmanns zum PeGiDa-Orgateam interpretierten die DPA-Journalisten, dass PeGiDa weiter nach rechts rücke. Das unsinnig, schließlich war Bachmann von Anfang an dabei.<<

    Völlig richtig. Erschwerend kommt hinzu, dass die Positionierung einer Person, auch einer Person im Organisationsteams, nichts über die Ausrichtung einer ganzen Bewegung aussagt.

    Die politische Ausrichtung der PeGiDa irgendwie an der Person Bachmanns und dessen Positionen festmachen zu wollen, ist einfach unehrenhaft und unseriös.

  • Grüne haben nicht nur Hass auf ihr eigenes Volk- die Grünen haben einen Hass gegen alle Europäer und alles Weiße, Europäische und Christliche

    >>"... +++ Bombardierung Dresdens: Grüne beklagen »Opfermythos«, AfD: »Grüne haben Haß auf das eigene Volk« +++ ..."

    http://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2015/bombardierung-dresdens-gruene-beklagen-opfermythos/
    <<


    Das passt zu den Grünen. Etwas anderes hätte von dieser Partei auch gar nicht erwartet.
    Ich würde der Reaktion der AfD aber widersprechen. Denn diese geht nicht weit genug. Die Grünen haben nicht nur einen Hass gegen ihr eigenes Volk, sie hegen auch einen Hass gegen europäische Ausländer und Migranten. Die Die ungeschönte Wahrheit ist: Die Grünen hegen einen Hass gegen alle christlichen oder christlich-geprägten, weißhäutigen Europäer und die gesamte europäische, westliche Kultur und Zivilisation.

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