Mängel bei der Bundeswehr
G36-Probleme unter von der Leyen vertuscht?

Pleiten, Pech und Pannen: Auch unter Verteidigungsministerin von der Leyen (CDU) sollen einem Bericht zufolge Probleme mit dem G36 vertuscht worden sein. Eine Fehlermeldung soll dabei eine entscheidende Rolle spielen.
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DüsseldorfDie Probleme mit dem Sturmgewehr G36 wurden offenbar auch während der Amtszeit von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) vertuscht –zumindest scheint es den Versuch gegeben zu haben. Einem Bericht des „Spiegels“ zufolge habe ein Oberstleutnant der 1. Panzerdivision das Ministerium bereits am 31. März 2014 über ein „Besonderes Vorkommnis“ informiert.

Demnach habe es bei einem Schusstraining Präzisionsmängel und „signifikante Treffpunktverlagerungen“ gegeben. Dieser Mangel des G36 sei nicht auf die Munition zurückzuführen, schließlich sei auch mit der vorgeschriebenen „Waffen-Munition-Kombination“ das „Treffen auf Kampfentfernung“ nicht möglich gewesen.

Überdies berichtet das Magazin von einem Bundeswehrgeneral, der eingeräumt habe erst auf Nachfrage der Opposition im vergangenen Dezember im Verteidigungsausschuss des Bundestags den Vorfall berichtet zu haben.

Beamte des Verteidigungsministeriums hatten die Meldung des Oberstleutnants als „nicht melde- und untersuchungspflichtiges Ereignis“ befunden. Stattdessen hieß es weiterhin, es gebe keine Probleme mit dem G36. Wurden die Mängel des G36 auch unter von der Leyen systematisch vertuscht?

Fest steht: Das G36-Gewehr wird nicht mehr lange als Standardwaffe der Bundeswehr eingesetzt werden. Von der Leyen kündigte vor wenigen Tagen im Bundestag an, die Waffe von Heckler & Koch auszumustern.

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Probleme schon 2010

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