Magazinbericht
KfW soll Kreditklemme lösen

Wegen der drohenden Kreditklemme will die Bundesregierung offenbar die staatliche Förderbank KfW gegen die Banken in Stellung bringen. Derzeit erwäge der Bund die Möglichkeit einer vollen Risikoübernahme der KfW bei Unternehmenskrediten, so ein Bericht. Während die Kritik von Unternehmen an den Banken wächst, glauben diese nicht an eine drohende Kreditklemme.

HB BERLIN. Zurzeit werde erwogen, ob die KfW direkt Darlehen an Unternehmen vergeben könne, berichtete der "Spiegel" am Samstag vorab. Die Mittel sollten aus den bereits aufgelegten Konjunkturprogrammen kommen. Bisher werden KfW-Kredite von den jeweiligen Hausbanken an die Unternehmen durchgeleitet. Dabei teilen sich KfW und Institute in der Regel das Kreditrisiko zur Hälfte, in Ausnahmefällen übernimmt die KfW aber auch bis 80 Prozent. Dem Magazin zufolge könnte der Anteil künftig auf bis zu 100 Prozent steigen.

Finanzminister Peer Steinbrück fürchtet, die Banken könnten den Unternehmen mitten in der schwersten Wirtschaftskrise seit 60 Jahren den Kredithahn zudrehen. Seit Wochen verschärft der SPD-Politiker deshalb den Druck auf die Institute, den Firmen frisches Geld zu vernünftigen Konditionen bereitzustellen. Auch zahlreiche Wirtschaftsverbände klagen über die Praxis der Banken.

Bereits am Freitag vergangener Woche berichtete das Handelsblatt, dass der neue Vorstandschef der KfW, Ulrich Schröder, den Mittelstandsfinanzierer konsequent auf die Bekämpfung der drohenden Kreditklemme ausrichten und die Vergabe von Unternehmenskrediten massiv ausweiten will.

Außenhandelspräsident Anton Börner kritisierte in der "Rheinpfalz am Sonntag", immer mehr Unternehmen beklagten sich, dass sie bei den Gesprächen mit den Banken in einer unerträglichen Weise fast inquisitorisch in die Mangel genommen würden. Zwar gebe es noch keine Kreditklemme, aber die Institute hätten ihre Konditionen drastisch verteuert. Die Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank (EZB) würden nicht weitergegeben.

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