Magazinbericht
Mutmaßlicher Hintermann der Kofferbomber verhaftet

Ein mutmaßlicher Hintermann der Kofferbomber, die Anschläge auf Regionalzüge versucht hatten, ist einem Magazinbericht zufolge im Libanon verhaftet worden.

HB BERLIN. Es handle sich um den Bruder eines der Tatverdächtigen, der einige Zeit in Schweden gelebt habe, meldete der „Spiegel“ am Donnerstag vorab. Schwedische Behörden vermuteten, dass der Mann Kämpfer für den Irak rekrutiert und Spenden gesammelt habe. Die Bundesanwaltschaft halte es mittlerweile für möglich, dass er in die Anschlagsplanung der mutmaßlichen Kofferbomber eingeweiht oder gar der Auftraggeber gewesen sei. Nach Angaben libanesischer Quellen habe er Kontakte zur Extremistenorganisation Al-Kaida.

Das Magazin berichtete, die mutmaßlichen Kofferbomber hätten offenbar als Kämpfer in den Irak gehen wollen. Die knapp gescheiterten Anschläge in Deutschland seien möglicherweise als „Aufnahmetest“ gedacht gewesen. Ursprünglich hätten die beiden allerdings die Kölner Hohenzollernbrücke über den Rhein sprengen wollen, berichtete der „Spiegel“ unter Berufung auf die Ermittlungsakten. Dafür habe ihnen aber der Sprengstoff gefehlt.

Wären die Kofferbomben Ende Juli 2006 in den Regionalzügen explodiert, hätte dies nach Untersuchungen des Bundesamts für Materialforschung einen Feuerball mit 15 Metern Durchmesser bewirken können. Metallsplitter wären danach im Umkreis von hundert Metern umhergeflogen. Die Bundesanwaltschaft war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.

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