Magnetbahn hat zukunft
Bund will Transrapid nicht an China verkaufen

Das Aus für die Transrapidstrecke in München bedeutet nicht das Ende für die Magnetbahntechnik in Deutschland. Die Bundesregierung will weiterhin Steuergelder in den Transrapid investieren - und wendet sich gegen einen Verkauf der Blaupausen an China.

BERLIN. Der Bund will auch nach dem Aus für die bayerische Transrapidstrecke die Magnetbahntechnik weiter mit Steuergeldern unterstützen. Dies hat Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee in einem Gespräch mit dem Handelsblatt angekündigt. Der Minister forderte die Wirtschaft auf, die Transrapidtechnologie in Deutschland weiter zu entwickeln und nicht die Blaupausen an China zu verkaufen.

„Ich appelliere an die beteiligten Firmen, weiter zu machen und sich nicht entmutigen zu lassen," sagte Tiefensee. „Ich glaube an die Technologie und deren Einsatz dort, wo das Rad-Schiene-System nicht so gut ausgebaut ist wie in Europa. Deshalb wird die öffentliche Hand die Transrapidversuchsstrecke weiter angemessen unterstützen."

Klar wandte Tiefensee sich damit gegen Forderungen, nun die Versuchsstrecke im Emsland zu schließen. „Wir werden dort weiterhin finanzielle Unterstützung leisten." Die Magnetbahntechnik habe eine Zukunft, vor allem bei der Überwindung großer Strecken. „Ich bin fest davon überzeugt, dass der Transrapid im Ausland noch Käufer finden wird."

China hatte vor wenigen Tagen sein Interesse an einem Kauf der Technologie bekundet. In China befindet sich die einzige Transrapidstrecke, die im Personenverkehr betrieben wird. Nach dem Aus für die Pläne für eine Magnetschwebebahn in München hatte der Industriekonzern Thyssen-Krupp Spekulationen um einen Verkauf der Antriebstechnologie nach China allerdings zurückgewiesen.

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