Mahnung an Arbeitgeber
IG BAU stimmt Tarifvertrag zu

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat erwartungsgemäß den Tarifkompromiss im Baugewerbe angenommen und eine geschlossene Zustimmung der Arbeitgeberseite angemahnt.

HB FRANKFURT. Falls die Baugewerbeverbände in Schleswig-Holstein und Niedersachsen den Tarifvertrag ablehnten, könne es zu regionalen Streiks kommen, sagte IG-BAU-Chef Klaus Wiesehügel am Montag in Frankfurt. Die Gewerkschaft werde in diesen Ländern keinen geringeren Abschluss als die bundesweit vereinbarte Entgelterhöhung von 3,5 Prozent akzeptieren. Die Auftragslage der Bauunternehmen habe sich seit dem Abschluss vom 31. März weiter verbessert. „Wir werden in einem Schlichtungsverfahren zu unserer ursprünglichen Forderung von 5,5 Prozent zurückkehren.“

Die Gewerkschaft und der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) hatten eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 3,1 Prozent und eine Einmalzahlung von 0,4 Prozent vereinbart. Die Einmalzahlung kann bei Notlage eines Betriebes entfallen. Der Tarifvertrag für die rund 700.000 Beschäftigten der Branche soll ab April für ein Jahr gelten, die Entgelterhöhung allerdings erst ab Mai.

Hinter dem Abschluss steht auch der mittelständische Zentralverband des Deutschen Baugewerbes ZDB, dem jedoch die Regionalverbände von Niedersachsen und Schleswig-Holstein das Mandat entzogen haben. Sie hatten sich skeptisch über den Abschluss geäußert, endgültige Entscheidungen darüber aber auf den 7. Mai vertagt. Die Erklärungsfrist endet bereits am 4. Mai. Falls sich die Tarifpartner bis dann nicht einigen, kommt es zum Schlichtungsverfahren. Schlichter wäre der frühere Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement.

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