Manager beurteilen Perspektiven hier zu Lande zunehmend skeptisch
Wachstumsschwäche bremst Deutschland

Deutschland hat seine Wettbewerbsfähigkeit in den vergangenen zwölf Monaten nicht verbessern können. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Mittwoch veröffentlichte Studie des World Economic Forum (WEF).

pbp DÜSSELDORF. Im internationalen Wettbewerbsranking erreicht die Bundesrepublik in der Gesamtbewertung Rang sechs von 117 untersuchten Staaten – wie im Jahr 2004. Verschlechtert hat sich allerdings das Wachstumspotenzial Deutschlands. In dem entsprechenden Index rutschte das Land auf Platz 15 von 13. Das weltweit wettbewerbsfähigste Land sind unverändert die USA, gefolgt von Finnland und Dänemark.

Das WEF hat für seinen Standort-Check mehr als 40 Faktoren analysiert und knapp 11 000 Manager befragt. Rund zwei Drittel der Faktoren wurden durch die Interviews mit den jeweils heimischen Managern ermittelt, ein weiteres Drittel stammt aus statistischen Daten.

In seiner Studie unterstreicht das WEF auch die Stärken Deutschlands. Dazu zählen die Durchsetzung der Eigentumsrechte und die Rechtsordnung. „Deutschland erreicht hier eine hervorragende Position“, betont Jennifer Blanke, die als Volkswirtin beim WEF für die Studie mitverantwortlich ist.

Die Gesamtplatzierung wäre allerdings besser ausgefallen, wenn die deutschen Manager nicht die kurzfristigen Wachstumsperspektiven schlechter als schon im Jahr 2004 beurteilt hätten. Hier rutschte das Land auf Platz 93 von Rang 81 im vergangenen Jahr. Zudem hat die hohe Staatsverschuldung die Bewertung belastet. Deutschland steht bei der Verschuldung auf Rang 86. Auf der Sollseite schlägt auch der starre Arbeitsmarkt zu Buche. Die Bedingungen am deutschen Arbeitsmarkt sind die viertschlechtesten weltweit. Übertroffen wird das nur noch durch die Bewertung der Effizienz des Steuersystems. Sie wurde als die zweitschlechteste auf der Welt bewertet, zeigt die WEF-Studie.

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