Manager-Entlohnung
SPD will Abfindungen begrenzen

Führende SPD-Politiker fordern eine Begrenzung von Manager-Abfindungen – notfalls per Gesetz. Besonders im Falle unternehmerischen Misserfolgs seien die Zahlungen oft zu undurchsichtig. Rückendeckung erhalten sie dabei auch aus der Industrie.

HB BERLIN/MÜNCHEN. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück warf einzelnen Managern „mangelnden Sinn für Proportionen“ vor. Nach Angaben von SPD-Chef Kurt Beck prüft seine Partei Möglichkeiten, ungerechtfertigt hohe Abfindungen gesetzlich zu unterbinden. Bundesarbeitsminister Olaf Scholz forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf, ihrer Kritik an den Manager-Gehältern nun auch Taten folgen zu lassen.

Beck sagte der „Bild“-Zeitung: „Wenn Manager selbst bei einer Riesenpleite noch mit Millionen-Abfindungen nach Hause geschickt werden, kann ich den Zorn der Leute verstehen. Zumal die Arbeitnehmer oft auch noch die Zeche zahlen - wenn Unternehmen die Abfindungen als Betriebsausgaben von der Steuer absetzen.“ Zwar hätten auch Manager „ein Recht auf anständige Bezahlung“. Dies dürfe aber „nicht ausarten“.

Nach Ansicht Steinbrücks trägt „die Manager-Klasse“ eine „große Mitverantwortung, unser Modell der sozialen Marktwirtschaft zu legitimieren und Zustimmung für Reformen durch Vorbild zu organisieren“. Allerdings werde diese Verantwortung mitunter durch „Maßlosigkeit“ und „mangelnden Sinn für Proportionen“ verletzt, sagte er dem „Focus“. Manchmal habe er den Eindruck, „es wird sogar Misserfolg besonders vergütet“, so Steinbrück weiter.

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