Managerhälter
Union will mehr Transparenz, aber kein Limit

Mit einem Gesetz will die Union die Boni-Debatte in Deutschland zügig beenden. Angepeilt werde aber keine gesetzlich festgelegte Obergrenze für Managergehälter, sondern ein aktienrechtlicher Weg.
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BerlinDie Unionsfraktion will eine Gesetzesinitiative für mehr Transparenz bei Managergehältern starten. Eine Begrenzung der Boni und Bezüge sei aber nicht geplant, erläuterte der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Michael Grosse-Brömer (CDU), am Dienstag in Berlin. „Wir wollen keine staatliche Deckelung“, betonte er. Angepeilt werde vielmehr ein aktienrechtlicher Weg.

Weil auch die FDP offen für eine Regelung sei, könne das Thema noch vor einer EU-Regelung bis zur Sommerpause umgesetzt werden, sagte Grosse-Brömer weiter. Ziel sei es, mehr Transparenz bei der Vergütung zu schaffen und die Entscheidung aus kleinen Gremien in den Unternehmen herauszuholen. „Uns geht es auch darum, dass wir fehlende Akzeptanz bei der Höhe der Managergehälter wieder herstellen können.“ Dafür sei eine Struktur erforderlich, die für akzeptable und nicht exorbitant hohe Bezüge sorge.

So sollten Boni und Gehälter nicht im kleinen Kreis ausgehandelt, sondern unter den Zustimmungsvorbehalt der Hauptversammlung eines Unternehmens gestellt werden. Hohe Managergehälter seien gerechtfertigt, wenn die Arbeitnehmer von der Arbeit profitierten. Die Union wolle nicht auf eine europäische Regelung warten, sondern mit der FDP als Koalition vor der Bundestagswahl eine Regelung zustande zu bringen, sagte Grosse-Brömer.

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Kommentare zu " Managerhälter: Union will mehr Transparenz, aber kein Limit"

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  • Reiner Wahlkampfaktionismus. 3 Jahre hat Merkel nur ihre Macht verwaltet. Jetzt hechelt sie den Wahlprogrammen der Opposition hinterher. Das traurige Bild einer präsidialen Kanzlerin. Die Merkel-Aera geht zu Ende.

  • DIESE CDU unter Frau Merkel will nur eines: durchhalten bis
    zu den Septemberwahlen, deshalb wird, gelogen,getrickst und
    beschoenigt, die neuen Manager (z.B. Mehdorn) sind zu alt um
    moderne Probleme zu managen, alles verkommt peu à peu unter der Leitung dieser schwarz/gelben Koalition.

  • Das sit wieder das typische Merkel-Rumgeeiere.
    Ein bißchen ja, weil das Volk beruhigt werden soll, abr doch kein ganzes ja.
    Es bliebt also alles wie es ist

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