Mannesmann-Prozess
FDP: Justiz darf in Wirtschaftsstrafsachen nicht kapitulieren

Otto Fricke, Vorsitzender im Haushaltsausschuss des Bundestages, warnte angesichts der Einstellung des "Mannesmann-Prozesses" vor einer "Kapitulation" der Justiz vor umfangreichen Verfahren in Wirtschaftsstrafsachen.

BERLIN. "Die Justiz muss vom Steuerzahler so ausgestattet werden, dass sie den Rechtsanwälten auf Augenhöhe begegnen kann, das muss uns der Rechtsstaat auch wert sein", sagte der FDP-Politiker dem Handelsblatt.

Die Entscheidung der Düsseldorfer Richter selbst bezeichnete Fricke als "wichtiges Signal für die Wirtschaftsführer sowohl auf Arbeitgeber- als auch auf Arbeitnehmerseite": "Unternehmen dürfen eben nicht nur auf den Shareholder-Value schielen, auch wenn er noch so wichtig für Aktionäre und die Karriere der Vorstandschefs ist," sagte Fricke. Die Entscheidung halte er vertretbar. Für die Zukunft sei aber klar, dass Prämien in dieser Art und Weise nicht gezahlt werden könnten, sagte Fricke.

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